Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern («Earnings Before Interest and Taxes») — zeigt, wie profitabel das eigentliche Geschäft ist, unabhängig von Finanzierung und Steuersituation.
Auch bekannt als: Betriebsergebnis, Operativer Gewinn
EBIT steht für «Earnings Before Interest and Taxes» — den Gewinn vor Zinsen und Steuern. Die Kennzahl misst das Ergebnis der eigentlichen Geschäftstätigkeit: Wie viel bleibt vom Umsatz übrig, nachdem alle betrieblichen Aufwände (Material, Personal, Miete, Abschreibungen) bezahlt sind — aber bevor Finanzierungskosten und Steuern abgezogen werden.
Berechnet wird EBIT von oben («Umsatz minus Betriebsaufwand inklusive Abschreibungen») oder von unten («Reingewinn plus Steuern plus Zinsaufwand minus Zinsertrag»). Beide Wege führen zum selben Resultat. Weil Finanzierung und Steuern ausgeklammert sind, lassen sich Betriebe mit unterschiedlicher Verschuldung oder in verschiedenen Kantonen besser vergleichen.
EBIT ist keine gesetzlich definierte Grösse — die Schweizer Erfolgsrechnung nach OR kennt den Begriff nicht. In der Praxis entspricht das EBIT ungefähr dem Betriebsergebnis vor dem Finanz- und ausserordentlichen Ergebnis. Für KMU ist es die zentrale Kennzahl, um die operative Ertragskraft von Jahr zu Jahr zu verfolgen.
Beispiel
Umsatz CHF 500'000, Betriebsaufwand inkl. Abschreibungen CHF 420'000 → EBIT CHF 80'000. Nach Zinsaufwand CHF 5'000 und Steuern CHF 12'000 bleibt ein Reingewinn von CHF 63'000.
Zuletzt geprüft:
Entweder von oben: Umsatz minus alle betrieblichen Aufwände inklusive Abschreibungen. Oder von unten: Reingewinn plus Steueraufwand plus Zinsaufwand minus Zinsertrag. Beide Rechnungen ergeben dasselbe Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern.
Der Reingewinn ist das Schlussergebnis nach allen Aufwänden — inklusive Zinsen und Steuern. Das EBIT blendet diese beiden Positionen aus und zeigt nur die operative Leistung. Ein Betrieb kann ein starkes EBIT und trotzdem einen tiefen Reingewinn haben, etwa wegen hoher Schuldzinsen.
Nein. Die Mindestgliederung der Erfolgsrechnung nach OR kennt kein EBIT — es ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl. Viele KMU weisen sie freiwillig aus, weil Banken und Käufer sie für Vergleiche nutzen.
Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen («Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization») — zeigt die operative Ertragskraft ohne Investitions- und Finanzierungseffekte.
Periodenbezogene Aufstellung von Aufwand und Ertrag, die den Gewinn oder Verlust eines Geschäftsjahres aufzeigt.
Erfasst nach OR 960a Abs. 3 den nutzungs- und altersbedingten Wertverlust von Anlagevermögen erfolgswirksam und mindert den Buchwert direkt oder indirekt.
Einkommenssteuer der juristischen Personen; auf Bundesebene Proportionalsatz von 8.5 % auf dem Reingewinn, dazu kommen kantonale und kommunale Gewinnsteuern.
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