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EBITDA

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen («Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization») — zeigt die operative Ertragskraft ohne Investitions- und Finanzierungseffekte.

Definition

EBITDA steht für «Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization» — den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sach- und immaterielle Anlagen. Die Kennzahl geht einen Schritt weiter als das EBIT: Sie klammert zusätzlich die Abschreibungen aus, also Aufwände, die keinen direkten Geldabfluss auslösen.

Berechnet wird das EBITDA am einfachsten aus dem EBIT plus Abschreibungen und Wertberichtigungen. Weil Abschreibungspolitik und Investitionszyklen ausgeblendet sind, eignet sich das EBITDA für Vergleiche zwischen Betrieben — und es nähert sich dem operativen Geldfluss an, ohne ihn zu ersetzen.

Vorsicht bei der Interpretation: Das EBITDA ist keine Cashflow-Grösse. Investitionen, Steuern und Zinsen müssen trotzdem bezahlt werden. Ein anlagenintensiver Betrieb kann ein hohes EBITDA ausweisen und trotzdem kaum freien Geldfluss haben, weil laufend ersetzt werden muss. Für die echte Geldflussbetrachtung dient die Geldflussrechnung.

Beispiel

EBIT CHF 80'000 plus Abschreibungen CHF 25'000 → EBITDA CHF 105'000. Die CHF 25'000 sind Aufwand ohne Geldabfluss — das Geld floss bereits beim Kauf der Maschine.

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Häufige Fragen

Wie berechne ich das EBITDA?

Am einfachsten aus dem EBIT plus Abschreibungen und Wertberichtigungen: Reingewinn plus Steuern plus Zinsaufwand plus Abschreibungen. Alle Werte stehen in der Erfolgsrechnung — bei KMU nach Kontenrahmen typischerweise in den Konten 68 (Abschreibungen).

Was ist der Unterschied zwischen EBIT und EBITDA?

Das EBITDA rechnet zusätzlich die Abschreibungen heraus. Das EBIT zeigt die operative Leistung nach Substanzverzehr, das EBITDA davor. Für anlagenintensive Betriebe liegen die beiden Werte weit auseinander, bei Dienstleistern oft nah beieinander.

Ist ein hohes EBITDA gleichbedeutend mit viel Geld auf dem Konto?

Nein. Das EBITDA ignoriert Investitionen, Zinsen, Steuern und Veränderungen im Umlaufvermögen — alles Posten, die real Geld kosten. Wer die Liquidität beurteilen will, schaut auf die Geldflussrechnung, nicht auf das EBITDA.

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