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Offene Posten

Alle noch nicht beglichenen Rechnungen — ausstehende Kundenzahlungen (Debitoren) und unbezahlte Lieferantenrechnungen (Kreditoren). Die OP-Liste ist das zentrale Kontrollinstrument dafür.

Auch bekannt als: OP-Liste, Offene-Posten-Buchhaltung, Ausstände

Definition

Offene Posten sind Rechnungen, die gestellt oder empfangen, aber noch nicht bezahlt sind: auf der Ertragsseite die Debitoren (Kunden schulden Geld), auf der Aufwandseite die Kreditoren (der Betrieb schuldet Geld). Die Offene-Posten-Liste führt sie einzeln auf — mit Rechnungsnummer, Betrag, Fälligkeit und Alter — und zeigt damit jederzeit, wer wem wie viel schuldet.

Die OP-Liste ist das wichtigste Werkzeug der Liquiditätssteuerung: Aus den offenen Debitoren, gestaffelt nach Fälligkeit, ergibt sich, wann Geld eingehen sollte und wo das Mahnwesen ansetzen muss; aus den offenen Kreditoren, wann Zahlungen fällig werden und wo Skonto winkt. Beim Jahresabschluss müssen die Summen der OP-Listen mit den Debitoren- und Kreditorenkonten der Buchhaltung übereinstimmen — Differenzen deuten auf fehlende oder doppelte Buchungen.

In moderner Buchhaltungssoftware entsteht die OP-Liste automatisch: Jede gestellte Rechnung ist offen, bis der Zahlungseingang zugeordnet ist — bei QR-Rechnungen hilft die QR-Referenz bei der eindeutigen Zuordnung. Ein alternder offener Posten ist ein Frühwarnsignal: Je länger eine Forderung offen ist, desto grösser das Ausfallrisiko und desto eher braucht es Wertberichtigung oder Betreibung.

Beispiel

Die OP-Liste per 31.03. zeigt drei offene Debitoren: RE-2026-089 (CHF 4'200, 12 Tage offen), RE-2026-095 (CHF 1'850, fällig heute) und RE-2026-071 (CHF 980, 45 Tage überfällig → zweite Mahnung). Total Ausstände: CHF 7'030.

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Häufige Fragen

Wozu brauche ich eine Offene-Posten-Liste?

Sie zeigt auf einen Blick, welche Rechnungen ausstehen — als Basis für Mahnwesen, Zahlungsplanung und Liquiditätsvorschau. Ohne OP-Liste fallen überfällige Forderungen erst auf, wenn das Geld fehlt.

Wie lange bleibt ein Posten offen?

Bis die Zahlung vollständig zugeordnet ist. Teilzahlungen reduzieren den offenen Betrag, der Rest bleibt als offener Posten stehen. Uneinbringliche Forderungen werden nach erfolglosem Inkasso als Forderungsverlust ausgebucht — erst dann verschwinden sie aus der Liste.

Müssen OP-Liste und Buchhaltung übereinstimmen?

Ja: Die Summe der offenen Debitoren muss dem Saldo des Debitorenkontos entsprechen, analog bei den Kreditoren. Diese Abstimmung gehört zu jedem Jahresabschluss und deckt fehlende, doppelte oder falsch zugeordnete Buchungen auf.

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