Kunde mit offener Forderung gegenüber dem Unternehmen — gleichzeitig Bezeichnung der entsprechenden Bilanzposition (Konto 1100).
Auch bekannt als: Forderung, Schuldner, Kundenforderung
Ein Debitor ist im buchhalterischen Sinn ein Schuldner — also ein Kunde, dem eine Rechnung gestellt wurde, die noch nicht beglichen ist. Bis zur Zahlung steht der offene Betrag auf der Aktivseite der Bilanz unter «Forderungen aus Lieferungen und Leistungen» (üblicherweise Konto 1100 im KMU-Kontenrahmen).
Sobald eine Rechnung erstellt wird, entsteht eine Debitorenbuchung: Konto 1100 (Debitoren) Soll an Konto 3000 (Ertrag) Haben. Bei Eingang der Zahlung wird der Saldo auf der Bank- oder Kassenseite ausgeglichen.
Im Geschäftsalltag spricht man häufig von «den Debitoren» als Sammelbegriff für alle offenen Kundenforderungen. Ein professionelles Debitorenmanagement umfasst Mahnwesen, Bonitätsprüfung und gegebenenfalls Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen — die nach OR Art. 960a einzeln zu beurteilen sind.
Rechtsgrundlage
OR Art. 960a (fedlex.admin.ch)Beispiel
Rechnung über CHF 1'200 an Kunde XY: Soll 1100 Debitoren CHF 1'200 / Haben 3000 Ertrag CHF 1'200. Nach Zahlungseingang: Soll 1020 Bank CHF 1'200 / Haben 1100 Debitoren CHF 1'200.
Lieferant mit offener Forderung gegenüber dem Unternehmen — gleichzeitig Bezeichnung der entsprechenden Bilanzposition (Konto 2000).
Stichtagsbezogene Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiven) und Schulden inklusive Eigenkapital (Passiven) eines Unternehmens.
Buchführungsmethode, bei der jeder Geschäftsvorfall auf zwei Konten erfasst wird — Soll und Haben — und die zu Bilanz und Erfolgsrechnung führt.
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