Lieferant mit offener Forderung gegenüber dem Unternehmen — gleichzeitig Bezeichnung der entsprechenden Bilanzposition (Konto 2000).
Auch bekannt als: Verbindlichkeit, Gläubiger, Lieferant
Ein Kreditor ist im buchhalterischen Sinn ein Gläubiger — also ein Lieferant, von dem eine Eingangsrechnung vorliegt, die noch nicht bezahlt wurde. Bis zur Zahlung steht der offene Betrag auf der Passivseite der Bilanz unter «Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen» (üblicherweise Konto 2000 im KMU-Kontenrahmen).
Beim Eingang einer Lieferantenrechnung erfolgt typischerweise die Buchung: Soll 6000 Aufwand (oder ein passender Aufwandskonto) an Haben 2000 Kreditoren. Bei der Begleichung wird umgekehrt gegen das Bank- oder Kassenkonto ausgeglichen.
Ein gesundes Kreditorenmanagement nutzt die Zahlungsfristen optimal aus (beispielsweise 30 Tage netto), prüft Skonto-Möglichkeiten und vermeidet Verzugszinsen. In der Schweiz gilt nach OR Art. 102 ein Schuldner ab Mahnung als in Verzug, womit Zinsen anfallen.
Rechtsgrundlage
OR Art. 959a (fedlex.admin.ch)Beispiel
Eingangsrechnung Büromaterial CHF 350: Soll 6500 Büroaufwand CHF 350 / Haben 2000 Kreditoren CHF 350. Bei Bezahlung: Soll 2000 Kreditoren CHF 350 / Haben 1020 Bank CHF 350.
Kunde mit offener Forderung gegenüber dem Unternehmen — gleichzeitig Bezeichnung der entsprechenden Bilanzposition (Konto 1100).
Stichtagsbezogene Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiven) und Schulden inklusive Eigenkapital (Passiven) eines Unternehmens.
Buchführungsmethode, bei der jeder Geschäftsvorfall auf zwei Konten erfasst wird — Soll und Haben — und die zu Bilanz und Erfolgsrechnung führt.
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