Rechnung, die die Veränderung der flüssigen Mittel getrennt nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit zeigt; Pflicht für grössere Unternehmen nach OR Art. 961b.
Auch bekannt als: Cashflow-Rechnung, Mittelflussrechnung, Cash Flow Statement
Die Geldflussrechnung (Cashflow-Rechnung) stellt dar, woher die liquiden Mittel eines Geschäftsjahres stammen und wofür sie verwendet wurden. Anders als die Erfolgsrechnung, die nach dem Prinzip der Periodenabgrenzung Aufwand und Ertrag zeigt, misst die Geldflussrechnung tatsächliche Geldzu- und -abflüsse – sie macht die Liquiditätslage transparent.
Nach OR Art. 961b gliedert sie die Veränderung der flüssigen Mittel in drei Bereiche, die je gesondert ausgewiesen werden: den Geldfluss aus Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow), aus Investitionstätigkeit (Kauf/Verkauf von Anlagevermögen) und aus Finanzierungstätigkeit (Aufnahme/Rückzahlung von Krediten, Kapitalerhöhungen, Dividenden). Die Summe der drei Bereiche entspricht der Veränderung des Bestands an flüssigen Mitteln.
Die Geldflussrechnung ist Teil der erweiterten Rechnungslegungspflicht: Sie ist nur von Unternehmen zu erstellen, die der ordentlichen Revision unterliegen (OR Art. 961), zusammen mit zusätzlichen Anhangsangaben und einem Lagebericht. Kleinere KMU sind davon befreit, erstellen sie aber oft freiwillig zur Steuerung.
Rechtsgrundlage
OR Art. 961b (SR 220) (fedlex.admin.ch)Beispiel
Operativer Cashflow +180'000, Investitionen −120'000 (neue Maschine), Finanzierung −40'000 (Kreditrückzahlung): Die flüssigen Mittel nehmen im Jahr um CHF 20'000 zu – obwohl die Erfolgsrechnung einen höheren Gewinn ausweisen kann.
Zuletzt geprüft:
Nur Unternehmen, die der ordentlichen Revision unterliegen (OR Art. 961), müssen nach Art. 961b eine Geldflussrechnung erstellen. Kleinere KMU sind befreit, erstellen sie aber häufig freiwillig zur Liquiditätssteuerung.
Geldfluss aus Geschäftstätigkeit (operativ), aus Investitionstätigkeit (Anlagevermögen) und aus Finanzierungstätigkeit (Fremd- und Eigenkapital). Ihre Summe ergibt die Veränderung der flüssigen Mittel im Geschäftsjahr.
Stichtagsbezogene Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiven) und Schulden inklusive Eigenkapital (Passiven) eines Unternehmens.
Periodenbezogene Aufstellung von Aufwand und Ertrag, die den Gewinn oder Verlust eines Geschäftsjahres aufzeigt.
Der jährliche Rechnungsabschluss eines Unternehmens, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung und — je nach Grösse — Anhang.
Kurzfristig (innert 12 Monaten) realisierbare Vermögenswerte wie flüssige Mittel, Forderungen, Vorräte und aktive Rechnungsabgrenzungen.
Vermögenswerte, die der Geschäftstätigkeit langfristig (über 12 Monate) dienen — Sachanlagen, Finanzanlagen und immaterielle Werte.
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