Stichtagsbezogene Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiven) und Schulden inklusive Eigenkapital (Passiven) eines Unternehmens.
Auch bekannt als: Bilanzaufstellung, Vermögensaufstellung
Die Bilanz ist eine zentrale Komponente des Jahresabschlusses und zeigt die Vermögens- und Finanzlage eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag — meist dem 31. Dezember. Sie gliedert sich in zwei gleich grosse Hälften: die Aktivseite (Vermögen, Mittelverwendung) und die Passivseite (Fremd- und Eigenkapital, Mittelherkunft). Beide Seiten müssen sich zwingend ausgleichen — daher der Name «Bilanz» (von lat. bilancia, «Waage»).
Auf der Aktivseite stehen das Umlaufvermögen (flüssige Mittel, Forderungen, Vorräte) und das Anlagevermögen (Maschinen, Fahrzeuge, Immobilien, Beteiligungen). Die Passivseite enthält das Fremdkapital (kurz- und langfristige Verbindlichkeiten) sowie das Eigenkapital (Aktien-/Stammkapital, Reserven, Gewinn-/Verlustvortrag).
In der Schweiz ist die Bilanz für alle juristischen Personen (GmbH, AG) sowie für Einzelfirmen und Personengesellschaften ab CHF 500'000 Jahresumsatz Pflicht. Sie muss nach den Mindestgliederungsvorschriften des Obligationenrechts erstellt werden.
Rechtsgrundlage
OR Art. 959 (fedlex.admin.ch)Beispiel
Aktiven CHF 100'000 (Bank 30'000, Forderungen 20'000, Maschinen 50'000) = Passiven CHF 100'000 (Lieferantenverbindlichkeiten 25'000, Bankkredit 35'000, Eigenkapital 40'000).
Zuletzt geprüft:
Auf die Aktivseite gehören das Umlaufvermögen (flüssige Mittel, Forderungen, Vorräte) und das Anlagevermögen (Maschinen, Fahrzeuge, Immobilien, Beteiligungen) — also die Mittelverwendung des Unternehmens.
Alle juristischen Personen wie GmbH und AG sowie Einzelfirmen und Personengesellschaften ab CHF 500'000 Jahresumsatz. Darunter genügt eine vereinfachte Buchführung ohne formelle Bilanz.
Periodenbezogene Aufstellung von Aufwand und Ertrag, die den Gewinn oder Verlust eines Geschäftsjahres aufzeigt.
Buchführungsmethode, bei der jeder Geschäftsvorfall auf zwei Konten erfasst wird — Soll und Haben — und die zu Bilanz und Erfolgsrechnung führt.
Kunde mit offener Forderung gegenüber dem Unternehmen — gleichzeitig Bezeichnung der entsprechenden Bilanzposition (Konto 1100).
Lieferant mit offener Forderung gegenüber dem Unternehmen — gleichzeitig Bezeichnung der entsprechenden Bilanzposition (Konto 2000).
Der jährliche Rechnungsabschluss eines Unternehmens, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung und — je nach Grösse — Anhang.
Rechnung, die die Veränderung der flüssigen Mittel getrennt nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit zeigt; Pflicht für grössere Unternehmen nach OR Art. 961b.
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