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Buchhaltung

Anlagevermögen

Vermögenswerte, die der Geschäftstätigkeit langfristig (über 12 Monate) dienen — Sachanlagen, Finanzanlagen und immaterielle Werte.

Auch bekannt als: Fixed Assets, Investitionsvermögen

Definition

Das Anlagevermögen bildet zusammen mit dem Umlaufvermögen die Aktivseite der Bilanz. Massgebliches Abgrenzungskriterium ist die Verwendungsdauer: Vermögenswerte, die voraussichtlich länger als ein Jahr im Unternehmen verbleiben und der dauernden Geschäftstätigkeit dienen, gehören zum Anlagevermögen. Sie sind nach Liquidierbarkeit absteigend zu gliedern, wobei das Anlagevermögen als weniger liquid hinter dem Umlaufvermögen ausgewiesen wird.

Nach OR 959a Abs. 1 Ziff. 2 sind im Anlagevermögen mindestens folgende Positionen einzeln auszuweisen: Finanzanlagen, Beteiligungen, Sachanlagen, immaterielle Werte sowie nicht einbezahltes Grund-, Gesellschafter- oder Stiftungskapital. Sachanlagen umfassen Mobiliar, Maschinen, Fahrzeuge, EDV und Immobilien. Beteiligungen liegen ab 20 % der Stimmen vor. Immaterielle Werte sind etwa Patente, Lizenzen, Software oder Goodwill aus Akquisitionen.

Die Bewertung folgt OR 960a: Erstbewertung höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, in der Folge nicht höher als zum Anschaffungswert, abzüglich nutzungs- und altersbedingter Abschreibungen sowie Wertberichtigungen für ausserordentliche Wertverluste. Im Schweizer KMU-Kontenrahmen ist das Anlagevermögen den Konten 1400–1799 zugeordnet, wobei Finanzanlagen (1400er) vor Sachanlagen (1500er) und immateriellen Werten (1700er) erscheinen.

Beispiel

Schreinerei aktiviert eine CNC-Maschine zu Anschaffungskosten CHF 80'000. Buchung: Soll 1500 Maschinen CHF 80'000 / Haben 1020 Bank CHF 80'000. Lineare Abschreibung über 8 Jahre: CHF 10'000 pro Jahr.

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