Kurzfristig (innert 12 Monaten) realisierbare Vermögenswerte wie flüssige Mittel, Forderungen, Vorräte und aktive Rechnungsabgrenzungen.
Auch bekannt als: Current Assets, Working Assets
Als Umlaufvermögen gelten Aktiven, die innerhalb des normalen Geschäftszyklus oder innerhalb von zwölf Monaten in flüssige Mittel umgewandelt werden. Sie stehen am Anfang der Aktivseite und werden nach abnehmender Liquidität geordnet. Das Umlaufvermögen ist zentral für die Liquiditätsanalyse und bildet zusammen mit dem kurzfristigen Fremdkapital den Working-Capital-Saldo.
Nach OR 959a Abs. 1 Ziff. 1 sind im Umlaufvermögen mindestens auszuweisen: flüssige Mittel und kurzfristig gehaltene Aktiven mit Börsenkurs, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, übrige kurzfristige Forderungen, Vorräte und nicht fakturierte Dienstleistungen sowie aktive Rechnungsabgrenzungen. Die Reihenfolge entspricht der Liquidität: zuerst Bargeld und Postcheck/Bankkonten, dann Wertschriften, anschliessend Debitoren und Vorräte.
Bewertet wird nach OR 960c: Vorräte sind höchstens zum Anschaffungs- oder Herstellungswert, jedoch zum tieferen Marktwert anzusetzen (Niederstwertprinzip). Forderungen werden zum Nennwert bilanziert, einzeln oder pauschal um Delkredere für Ausfallrisiken gekürzt. Im KMU-Kontenrahmen umfasst das Umlaufvermögen die Kontoklassen 1000–1399.
Rechtsgrundlage
OR Art. 959a (SR 220) (fedlex.admin.ch)Beispiel
Detailhandels-AG per 31.12.: Kasse (1000) CHF 5'000, Bank (1020) CHF 85'000, Debitoren (1100) CHF 120'000, Warenvorrat (1200) CHF 90'000 → Umlaufvermögen total CHF 300'000.
Vermögenswerte, die der Geschäftstätigkeit langfristig (über 12 Monate) dienen — Sachanlagen, Finanzanlagen und immaterielle Werte.
Kunde mit offener Forderung gegenüber dem Unternehmen — gleichzeitig Bezeichnung der entsprechenden Bilanzposition (Konto 1100).
Erfasst nach OR 958b vor dem Bilanzstichtag bezahlte Aufwände, die wirtschaftlich erst der Folgeperiode angehören (transitorische Aktiven).
Stichtagsbezogene Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiven) und Schulden inklusive Eigenkapital (Passiven) eines Unternehmens.
In der Schweiz übliche Standard-Gliederung für Kontenpläne mit acht Hauptklassen und vierstelliger Kontonummerierung (Sterchi/Mattle/Helbling, veb.ch).
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