Kosten, die unabhängig von der produzierten Menge oder dem Umsatz anfallen — etwa Miete, Versicherungen, Abschreibungen und fixe Löhne. Gegenstück der variablen Kosten.
Auch bekannt als: Fixe Kosten, Strukturkosten, Bereitschaftskosten
Fixkosten fallen in gleicher Höhe an, egal ob ein Betrieb viel, wenig oder gar nichts verkauft: Büromiete, Versicherungsprämien, Leasingraten, Software-Abos, Abschreibungen und fest angestelltes Personal. Sie sind zeitabhängig statt mengenabhängig — die Miete kommt jeden Monat, nicht pro verkauftem Stück.
Die Unterscheidung von fixen und variablen Kosten ist die Grundlage der Deckungsbeitragsrechnung: Der Verkaufserlös muss zuerst die variablen Kosten decken; was übrig bleibt (der Deckungsbeitrag), muss die Fixkosten tragen, bevor Gewinn entsteht. Daraus ergibt sich der Break-even-Point — die Absatzmenge, ab der alle Fixkosten gedeckt sind.
Nicht jede fixe Position bleibt ewig fix: Sprungfixe Kosten steigen stufenweise, wenn Kapazitätsgrenzen erreicht werden — etwa eine zweite Werkstatt oder eine zusätzliche Stelle. Für KMU ist die Fixkostenquote eine zentrale Risikogrösse: Je höher der Fixkostenblock, desto stärker schlagen Umsatzschwankungen auf das Ergebnis durch. Bei der Kalkulation von Stundensätzen müssen die gesamten Jahres-Fixkosten auf die verrechenbaren Stunden umgelegt werden.
Beispiel
Ein Coiffeursalon zahlt monatlich CHF 3'500 Miete, CHF 450 Versicherungen und CHF 250 Software — CHF 4'200 Fixkosten. Bei einem Deckungsbeitrag von CHF 60 pro Termin braucht es 70 Termine pro Monat, nur um die Fixkosten zu decken.
Zuletzt geprüft:
Fixkosten bleiben bei schwankender Auslastung gleich (Miete, Versicherungen, Abschreibungen), variable Kosten wachsen mit jeder produzierten Einheit (Material, Waren, Fremdleistungen). Die Trennung ist Voraussetzung für Deckungsbeitragsrechnung und Break-even-Analyse.
Meistens ja: Monatslöhne fest angestellter Mitarbeitender fallen unabhängig von der Auslastung an. Leistungsabhängige Vergütungen wie Akkordlöhne, Provisionen oder Aushilfen auf Stundenbasis zählen dagegen zu den variablen Kosten.
Kosten, die innerhalb einer Kapazitätsstufe fix sind, beim Überschreiten aber sprunghaft steigen — etwa wenn ab einer bestimmten Auftragsmenge ein zusätzliches Fahrzeug oder eine weitere Fachkraft nötig wird. Sie sind bei Wachstumsentscheiden einzuplanen.
Kosten, die mit der produzierten oder verkauften Menge steigen und sinken — etwa Material, Handelswaren, Fremdleistungen und mengenabhängige Löhne.
Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten vom Erlös zur Deckung der Fixkosten und zur Gewinnerzielung übrig bleibt.
Die Gewinnschwelle: die Absatzmenge oder der Umsatz, bei dem die Erlöse sämtliche Kosten decken — darunter macht der Betrieb Verlust, darüber Gewinn.
Kosten, die sich keinem einzelnen Produkt oder Auftrag direkt zurechnen lassen — etwa Miete, Verwaltung oder IT — und darum über Zuschläge oder Kostenstellen verteilt werden.
Erfasst nach OR 960a Abs. 3 den nutzungs- und altersbedingten Wertverlust von Anlagevermögen erfolgswirksam und mindert den Buchwert direkt oder indirekt.
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