Die Gewinnschwelle: die Absatzmenge oder der Umsatz, bei dem die Erlöse sämtliche Kosten decken — darunter macht der Betrieb Verlust, darüber Gewinn.
Auch bekannt als: Gewinnschwelle, Nutzschwelle, Break-even
Der Break-even-Point (Gewinnschwelle) beantwortet die wichtigste Frage jeder Geschäftsplanung: Wie viel muss ich verkaufen, damit sich der Betrieb trägt? Am Break-even-Point decken die Erlöse genau die gesamten Kosten — der Gewinn ist null. Jede zusätzlich verkaufte Einheit bringt danach Gewinn in Höhe ihres Deckungsbeitrags.
Berechnet wird die Break-even-Menge, indem die Fixkosten durch den Deckungsbeitrag pro Stück geteilt werden (Verkaufspreis minus variable Stückkosten). Der Break-even-Umsatz ergibt sich aus den Fixkosten geteilt durch die Deckungsbeitragsmarge — den Deckungsbeitrag als Anteil am Umsatz. Beide Rechnungen setzen voraus, dass fixe und variable Kosten sauber getrennt sind.
Für Gründung, Preisänderungen und Investitionsentscheide ist die Break-even-Analyse das zentrale Werkzeug: Sie zeigt, wie weit der Umsatz einbrechen darf, bevor Verluste entstehen (Sicherheitsmarge), und wie sich höhere Fixkosten — etwa eine zusätzliche Stelle oder ein grösseres Lokal — auf die nötige Verkaufsmenge auswirken. Dienstleister rechnen statt in Stück in verrechenbaren Stunden.
Beispiel
Ein Foodtruck hat CHF 6'000 Fixkosten pro Monat. Ein Menü kostet CHF 18, die variablen Kosten betragen CHF 8 — Deckungsbeitrag CHF 10. Break-even: 6'000 ÷ 10 = 600 Menüs pro Monat, also rund 27 Menüs pro Verkaufstag.
Zuletzt geprüft:
Break-even-Menge = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag pro Stück, wobei der Deckungsbeitrag der Verkaufspreis minus die variablen Stückkosten ist. Den Break-even-Umsatz erhältst du mit Fixkosten ÷ Deckungsbeitragsmarge (Deckungsbeitrag geteilt durch Umsatz).
Drei Hebel: Fixkosten reduzieren (Miete, Abos, Leasing), den Deckungsbeitrag pro Einheit erhöhen (Preis anheben oder variable Kosten senken) — oder beides. Schon kleine Preiserhöhungen wirken stark, weil sie den Deckungsbeitrag direkt vergrössern.
Der Abstand zwischen dem aktuellen Umsatz und dem Break-even-Umsatz, meist in Prozent. Sie zeigt, wie viel Umsatzrückgang der Betrieb verkraftet, bevor er in die Verlustzone gerät — eine zentrale Risikokennzahl für Planung und Bankgespräche.
Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten vom Erlös zur Deckung der Fixkosten und zur Gewinnerzielung übrig bleibt.
Kosten, die unabhängig von der produzierten Menge oder dem Umsatz anfallen — etwa Miete, Versicherungen, Abschreibungen und fixe Löhne. Gegenstück der variablen Kosten.
Kosten, die mit der produzierten oder verkauften Menge steigen und sinken — etwa Material, Handelswaren, Fremdleistungen und mengenabhängige Löhne.
Der Wert aller verkauften Lieferungen und Leistungen einer Periode — vor Abzug jeglicher Kosten. Umsatz ist nicht Gewinn.
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