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Gemeinkosten

Kosten, die sich keinem einzelnen Produkt oder Auftrag direkt zurechnen lassen — etwa Miete, Verwaltung oder IT — und darum über Zuschläge oder Kostenstellen verteilt werden.

Auch bekannt als: Overhead, Indirekte Kosten

Definition

Gemeinkosten sind das Gegenstück zu den Einzelkosten: Während sich Material oder Fremdleistungen einem konkreten Auftrag direkt zuordnen lassen, fallen Miete, Versicherungen, Verwaltung, IT oder die Geschäftsleitung für den Betrieb als Ganzes an. In der Kalkulation werden sie über Zuschlagssätze oder Kostenstellen auf die Kostenträger (Produkte, Aufträge, Projekte) verteilt.

Wichtig ist die Abgrenzung zur Unterscheidung fix/variabel — das sind zwei verschiedene Dimensionen: Einzel-/Gemeinkosten fragt nach der Zurechenbarkeit, fix/variabel nach der Mengenabhängigkeit. Die Büromiete ist fix und Gemeinkosten zugleich; der Produktionsstrom ist variabel und trotzdem Gemeinkosten, weil er sich nicht einzelnen Stücken zuordnen lässt.

In der Praxis kalkulieren KMU mit Gemeinkostenzuschlägen: Die Jahres-Gemeinkosten werden ins Verhältnis zu einer Bezugsgrösse gesetzt — etwa den Einzelkosten oder den produktiven Stunden — und als Prozentsatz auf jeden Auftrag geschlagen. Wer seine Gemeinkosten unterschätzt, verkauft scheinbar profitable Aufträge, die in der Gesamtrechnung Verlust bringen.

Beispiel

Eine Malerin hat CHF 60'000 Gemeinkosten pro Jahr (Werkstatt, Fahrzeug, Versicherung, Administration) und 1'200 verrechenbare Stunden. Pro Stunde muss sie CHF 50 Gemeinkosten einkalkulieren — zusätzlich zu Lohn und Material.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Gemeinkosten und Fixkosten?

Zwei verschiedene Fragen: Gemeinkosten lassen sich keinem einzelnen Auftrag direkt zurechnen (Zurechenbarkeit), Fixkosten sind unabhängig von der Menge (Mengenabhängigkeit). Vieles ist beides — etwa die Miete —, aber Produktionsstrom ist variabel und trotzdem Gemeinkosten.

Wie verteile ich Gemeinkosten auf meine Aufträge?

Über einen Zuschlagssatz: Jahres-Gemeinkosten geteilt durch eine Bezugsgrösse wie produktive Stunden oder Einzelkosten. Das Ergebnis wird jedem Auftrag zugeschlagen — bei Dienstleistern meist als Franken-Betrag pro verrechenbarer Stunde.

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