Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital (Bilanzsumme), in Prozent. Zentrale Kennzahl für die finanzielle Stabilität — je höher, desto unabhängiger von Gläubigern.
Auch bekannt als: EK-Quote, Equity Ratio
Die Eigenkapitalquote zeigt, wie viel vom Unternehmen tatsächlich den Eigentümern gehört: Eigenkapital geteilt durch das Gesamtkapital (die Bilanzsumme), multipliziert mit 100. Eine Quote von 40 % bedeutet, dass 40 % der Aktiven mit eigenen Mitteln finanziert sind und 60 % mit Fremdkapital.
Die Kennzahl ist der wichtigste Gradmesser der Krisenfestigkeit: Eigenkapital fängt Verluste auf, muss nicht zurückbezahlt werden und kostet keine Zinsen. Banken prüfen die Quote bei jeder Kreditvergabe, Lieferanten leiten daraus Zahlungskonditionen ab. Ein allgemeinverbindlicher Zielwert existiert nicht — das KMU-Portal des SECO nennt als Faustregel branchenabhängige Werte von mindestens 50 % für Industrie- und 40 % für Handelsbetriebe; dienstleistungsorientierte Betriebe mit wenig Anlagevermögen kommen mit weniger aus.
Verbessern lässt sich die Quote auf drei Wegen: Gewinne einbehalten statt ausschütten, Kapital einlegen oder die Bilanz verkürzen (etwa Lagerbestände und Debitoren abbauen, mit dem Erlös Schulden tilgen). Die Kehrseite einer sehr hohen Quote ist ein möglicher Hebel-Verzicht: Solange die Gesamtkapitalrendite über dem Fremdkapitalzins liegt, steigert moderates Fremdkapital die Eigenkapitalrendite.
Beispiel
Bilanzsumme CHF 500'000, Eigenkapital CHF 175'000 → Eigenkapitalquote 35 %. Ein einbehaltener Jahresgewinn von CHF 25'000 erhöht Eigenkapital und Bilanzsumme: Die Quote steigt auf rund 38 % (200'000 ÷ 525'000).
Zuletzt geprüft:
Eigenkapital ÷ Gesamtkapital (Bilanzsumme) × 100. Das Eigenkapital umfasst einbezahltes Kapital, Reserven und Gewinnvorträge abzüglich eines allfälligen Verlustvortrags — die Position steht in der Bilanz unter den Passiven.
Einen allgemeinverbindlichen Wert gibt es nicht — die Beurteilung ist branchenabhängig. Das KMU-Portal des SECO nennt als Faustregel mindestens 50 % für Industrie- und 40 % für Handelsbetriebe. Kapitalintensive Betriebe brauchen mehr Substanz als Dienstleister ohne Lager und Maschinen.
Weil Eigenkapital der Verlustpuffer ist: Je höher die Quote, desto länger trägt das Unternehmen Verluste, bevor Gläubiger zu Schaden kommen. Eine solide Quote verbessert Kreditkonditionen und Verhandlungsposition — eine schwache führt zu Zusatzsicherheiten oder Absagen.
Differenz zwischen Aktiven und Fremdkapital; umfasst nach OR 959a Aktien-/Stammkapital, gesetzliche und freiwillige Reserven sowie Bilanzgewinn bzw. -verlust.
Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Dritten; gliedert sich nach OR 959a in kurzfristiges (Fälligkeit unter 1 Jahr) und langfristiges Fremdkapital (über 1 Jahr).
Die Summe aller Aktiven — die immer der Summe aller Passiven entspricht. Massstab für die Unternehmensgrösse und Schwellenwert für die Revisionspflicht (OR 727).
Stichtagsbezogene Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiven) und Schulden inklusive Eigenkapital (Passiven) eines Unternehmens.
Umgangssprachlich für Reserven – einbehaltene Gewinne im Eigenkapital; nicht zu verwechseln mit der Rückstellung (ungewisse Verpflichtung im Fremdkapital).
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