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Bilanzsumme

Die Summe aller Aktiven — die immer der Summe aller Passiven entspricht. Massstab für die Unternehmensgrösse und Schwellenwert für die Revisionspflicht (OR 727).

Auch bekannt als: Bilanztotal, Gesamtkapital

Definition

Die Bilanzsumme ist das Total der Aktivseite: Umlaufvermögen plus Anlagevermögen. Weil in der doppelten Buchhaltung jede Buchung Soll und Haben berührt, ist sie systembedingt identisch mit dem Total der Passivseite (Fremd- plus Eigenkapital) — stimmen die beiden Summen nicht überein, liegt ein Buchungsfehler vor.

Als Grössenmass hat die Bilanzsumme rechtliche Bedeutung: Eine ordentliche Revision wird nach OR 727 Pflicht, wenn ein Unternehmen in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren zwei der drei Schwellen überschreitet — Bilanzsumme CHF 20 Millionen, Umsatzerlös CHF 40 Millionen, 250 Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt. Auch erweiterte Rechnungslegungspflichten (Art. 961 OR) knüpfen an dieselben Schwellen an.

Für die Analyse ist die Bilanzsumme vor allem Bezugsgrösse: Eigenkapitalquote, Anlageintensität oder Gesamtkapitalrendite setzen jeweils eine Position ins Verhältnis zur Bilanzsumme. Wichtig bei Vergleichen: Die Bilanzsumme misst Kapitaleinsatz, nicht Erfolg — ein Handelsbetrieb mit grossem Lager hat eine hohe Bilanzsumme, ein profitabler Dienstleister oft eine sehr kleine.

Beispiel

Aktiven: Umlaufvermögen CHF 300'000 + Anlagevermögen CHF 200'000 = Bilanzsumme CHF 500'000. Passiven: Fremdkapital CHF 325'000 + Eigenkapital CHF 175'000 = ebenfalls CHF 500'000.

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Häufige Fragen

Warum sind Aktiven und Passiven immer gleich gross?

Weil die Bilanz dasselbe Kapital zweimal zeigt: Die Passivseite sagt, woher die Mittel stammen (Eigen- und Fremdkapital), die Aktivseite, wofür sie eingesetzt sind (Vermögenswerte). Jede Buchung verändert beide Seiten oder verschiebt innerhalb einer Seite — die Summen bleiben zwingend identisch.

Welche Rolle spielt die Bilanzsumme bei der Revisionspflicht?

Sie ist einer der drei Schwellenwerte von OR 727: Überschreitet ein Unternehmen in zwei aufeinanderfolgenden Jahren zwei der drei Grössen — Bilanzsumme CHF 20 Mio., Umsatz CHF 40 Mio., 250 Vollzeitstellen —, wird die ordentliche Revision Pflicht. Darunter genügt die eingeschränkte Revision, mit Opting-out bei höchstens zehn Vollzeitstellen.

Sagt eine hohe Bilanzsumme etwas über den Erfolg aus?

Nein — sie misst den Kapitaleinsatz, nicht den Gewinn. Aussagekräftig wird sie erst im Verhältnis: etwa als Gesamtkapitalrendite (Gewinn ÷ Bilanzsumme) oder Eigenkapitalquote (Eigenkapital ÷ Bilanzsumme).

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