Standardabrechnungsart der Mehrwertsteuer: das Unternehmen deklariert die Umsatzsteuer auf jeder Rechnung und zieht die Vorsteuern auf Eingangsrechnungen vollumfänglich ab.
Auch bekannt als: Effektive Abrechnungsmethode, Reguläre MWST-Methode
Nach Art. 36 MWSTG rechnet eine steuerpflichtige Person grundsätzlich nach der effektiven Methode ab. Sie deklariert in der MWST-Abrechnung den auf Verkäufen geschuldeten Steuerbetrag (Umsatzsteuer) und zieht davon die auf bezogenen Lieferungen, Dienstleistungen und Investitionen bezahlten Vorsteuern ab. Der Saldo wird der ESTV überwiesen oder als Guthaben zurückgefordert.
Die Abrechnung erfolgt standardmässig quartalsweise. Es gilt das Vereinbarungsprinzip (Soll-Versteuerung): Die Steuer wird bei Rechnungsstellung geschuldet, unabhängig vom Zahlungseingang. Auf Antrag kann die ESTV die Vereinnahmungsmethode (Ist-Versteuerung) bewilligen — dabei wird die Steuer erst bei Zahlungseingang geschuldet.
Die effektive Methode ist administrativ aufwändiger als die Saldosteuersatzmethode (Art. 37 MWSTG). Die Saldosteuersätze berücksichtigen die branchenübliche Vorsteuerquote (Art. 37 Abs. 3 MWSTG); finanziell vorteilhafter ist die effektive Methode deshalb vor allem für Betriebe mit mehr Vorsteuer als in ihrer Branche üblich, etwa wegen grosser Investitionen, weil jede einzelne Vorsteuer geltend gemacht wird. Eine MWST-konforme Buchhaltung mit lückenlosen Kreditorenrechnungen ist Voraussetzung.
Rechtsgrundlage
MWSTG Art. 36 (SR 641.20) (fedlex.admin.ch)Beispiel
Eine Schreinerei deklariert für Q1 2026 Umsatzsteuer von CHF 12'150 (auf CHF 150'000 Umsatz zu 8.1 %) und zieht Vorsteuern von CHF 4'860 auf Materialeinkäufen ab — Steuerschuld an die ESTV: CHF 7'290.
Zuletzt geprüft:
Die effektive Methode ist die Standardabrechnungsart der Mehrwertsteuer nach Art. 36 MWSTG. Das Unternehmen deklariert in der MWST-Abrechnung die auf Verkäufen geschuldete Umsatzsteuer und zieht davon die auf Eingangsrechnungen bezahlten Vorsteuern vollumfänglich ab. Der Saldo wird der ESTV überwiesen oder als Guthaben zurückgefordert.
Die effektive Methode ist administrativ aufwändiger als die Saldosteuersatzmethode nach Art. 37 MWSTG. Weil die Saldosteuersätze die branchenübliche Vorsteuerquote berücksichtigen (Art. 37 Abs. 3 MWSTG), lohnt sie sich vor allem bei mehr Vorsteuer als branchenüblich, etwa wegen grosser Investitionen: Dann wird jede einzelne Vorsteuer geltend gemacht. Voraussetzung ist eine MWST-konforme Buchhaltung mit lückenlosen Kreditorenrechnungen.
Allgemeine Verbrauchssteuer des Bundes auf Leistungen im Inland, auf dem Bezug von Leistungen ausländischer Unternehmen und auf der Einfuhr von Gegenständen — als Netto-Allphasensteuer mit Vorsteuerabzug ausgestaltet.
Mehrwertsteuer, die ein Unternehmen beim Bezug von Lieferungen oder Leistungen bezahlt und von der eigenen MWST-Schuld abziehen kann.
Vereinfachte MWST-Methode mit branchenspezifischem Satz auf den Bruttoumsatz, in dem die branchenübliche Vorsteuer pauschal berücksichtigt ist.
Lieferant mit offener Forderung gegenüber dem Unternehmen — gleichzeitig Bezeichnung der entsprechenden Bilanzposition (Konto 2000).
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