Akonto- und Schlussrechnung
Anzahlung fakturieren, Schlussrechnung mit sauberem Abzug
In Pfeffersack stellst du eine Akontorechnung wie jede andere Rechnung und ziehst sie später auf der Schlussrechnung desselben Kunden ab, im Standardbereich und in der doppelten Buchhaltung. Der Beleg zeigt Gesamtbetrag, Abzug und Restbetrag; QR-Zahlteil, Zahlungserinnerung, Mahnung und Buchung beziehen sich auf den Restbetrag.
Was du damit erledigst
Akontorechnung als Belegtyp
Wähle beim Erstellen den Belegtyp Akontorechnung. Der Beleg heisst so auf dem PDF, behält die fortlaufende Rechnungsnummer und funktioniert mit Zahlteil, Fälligkeit und Zahlungserinnerung wie jede Rechnung.
Abzug auf der Schlussrechnung
Beim Erstellen der Schlussrechnung bietet dir das Formular die offenen Akontorechnungen des Kunden zum Abzug an. Du wählst aus, welche und mit welchem Betrag abgezogen werden; nichts wird ohne dein Zutun abgezogen.
Restbetrag auf Beleg und Zahlteil
Die Schlussrechnung weist den Gesamtbetrag, jede abgezogene Akontorechnung mit Nummer, Datum und enthaltener MWST sowie den Restbetrag aus. Der QR-Zahlteil lautet auf den Restbetrag, ebenso die Zahlungserinnerung.
Umsatz und MWST nur einmal
Die Akontorechnung hat ihren Anteil bereits erfasst. Die Schlussrechnung wird nur mit dem Restbetrag als Umsatz gebucht, damit Umsatz und MWST nicht doppelt in der Abrechnung stehen.
So funktioniert es im Alltag
Akontorechnung stellen
Erstelle eine Rechnung mit dem Belegtyp Akontorechnung, zum Beispiel mit der Position «Akontozahlung 30 % gemäss Offerte». Bestehende Rechnungen kannst du nachträglich als Akontorechnung markieren.
Schlussrechnung erstellen
Starte aus der Belegliste bei der Akontorechnung mit «Schlussrechnung erstellen» oder schreibe eine neue Rechnung für denselben Kunden. Erfasse die Gesamtleistung und wähle die Akontorechnung zum Abzug.
Restbetrag prüfen
Kontrolliere Abzug, Restbetrag und QR-Zahlbetrag auf dem PDF. In der Belegliste siehst du bei jeder Akontorechnung, ob und auf welcher Schlussrechnung sie abgezogen wurde.
Beispiel aus dem Alltag
CHF 6'000 Akonto auf einer Schlussrechnung über CHF 21'620
Du hast im Juli eine Akontorechnung über CHF 6'000 gestellt. Die Schlussrechnung im September weist CHF 21'620 aus, zieht die Akontorechnung mit Nummer und Datum ab und nennt den Restbetrag von CHF 15'620. Der QR-Zahlteil lautet auf CHF 15'620, und als Umsatz werden nur diese CHF 15'620 erfasst.
Umfang und Voraussetzungen
- Doppelte Buchhaltung: nur der Rest wird gebucht
- In der doppelten Buchhaltung bucht die Schlussrechnung nur den Restbetrag (Forderung, Umsatz, MWST); offener Posten, Mahnung und Bankabgleich lauten auf den Rest. Akontorechnung und Schlussrechnung brauchen denselben MWST-Satz und denselben Debitor.
- Gleicher Kunde, gleiche Währung
- Abgezogen werden nur Akontorechnungen desselben Kunden in derselben Währung und mit demselben MWST-Ausweis. Eine abgezogene Akontorechnung lässt sich nicht mehr löschen, stornieren oder unter den Abzug kürzen.
- Überschuss und Konto 2030
- Übersteigt die Akontorechnung die Schlussrechnung, wird der Abzug auf den Rechnungsbetrag begrenzt; im Standardbereich erstellst du für den Überschuss eine Gutschrift, in der doppelten Buchhaltung bleibt der Rest für eine weitere Schlussrechnung abziehbar. Eine Verbuchung als erhaltene Anzahlung auf Konto 2030 gibt es nicht: Die Akontorechnung wird als Einnahme beziehungsweise als Umsatz gebucht, nicht als Verbindlichkeit.
Funktionsumfang geprüft am . Abos und Preise
Häufige Fragen
Braucht eine Akontorechnung eine eigene Nummernserie?
Nein. Sie erhält die nächste fortlaufende Rechnungsnummer und trägt auf dem Beleg den Titel Akontorechnung. So bleibt die Belegkette lückenlos, wie es das Obligationenrecht verlangt.
Kann ich eine unbezahlte Akontorechnung abziehen?
Ja. Abgezogen wird, was bereits fakturiert ist. Die Akontorechnung bleibt als eigene Forderung offen und wird separat erinnert; ihr Zahlungsstatus steht im Formular neben dem Abzug.
Was passiert, wenn die Anzahlung höher ist als die Schlussrechnung?
Der Abzug wird auf den Rechnungsbetrag begrenzt, und das Formular zeigt dir den Überschuss. Dafür erstellst du eine Gutschrift; eine Rechnung mit negativem Betrag gibt es beim Swiss QR-Code nicht.
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