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Einzelfirma vs. GmbH – Vergleichsrechner

Reingewinn, Kanton und Lohn-Dividenden-Split eingeben – der Rechner zeigt dir sofort, ab welchem Gewinn die GmbH-Struktur gegenüber der Einzelfirma günstiger wird.

Einzelfirma vs. GmbH – Vergleichsrechner

Ab welchem Gewinn lohnt sich die Umwandlung in eine GmbH? Side-by-Side-Vergleich inklusive Lohn-/Dividenden-Optimierung.

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GmbH-Szenario

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0% (nur Dividende)100% (nur Lohn)
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Jahre

⚠️ Schätzung ohne Gewähr

Werte basieren auf Tarifen 2026 und kombinierten Gewinnsteuersätzen am Kantonshauptort. Dividenden werden zu 70% (qualifizierte Beteiligung, Bundesniveau) versteuert. Für verbindliche Zahlen konsultiere deinen Treuhänder.

So funktioniert's

1

Reingewinn eingeben

Gib deinen erwarteten jährlichen Reingewinn (vor Lohn und Gewinnsteuer) in CHF ein.

2

Kanton und Gemeinde wählen

Wohnkanton und -gemeinde bestimmen Einkommens- und Gewinnsteuer. Autocomplete oder manueller Steuerfuss.

3

Lohn-Anteil einstellen

Slider für den Anteil des Profits, der als Geschäftsführer-Lohn bezogen wird. Rest fliesst in die Dividende.

4

Break-Even und Ersparnis ablesen

Der Rechner zeigt die Gesamtbelastung beider Varianten, den Break-Even-Punkt und die jährliche Ersparnis.

Features

Side-by-Side-Vergleich: Einzelfirma vs. GmbH
Lohn-/Dividenden-Slider zur Optimierung der GmbH-Struktur
Automatische Break-Even-Suche (ab welchem Gewinn spart die GmbH?)
Dividenden-Teilbesteuerung (70%) nach DBG Art. 20 Abs. 1bis
Gewinnsteuersätze juristischer Personen aller 26 Kantone (2026)
Gründungskosten-Amortisation über frei wählbaren Zeitraum
AHV/IV/EO inkl. 2026er Werte (Mindestbeitrag CHF 530)
Nutzt denselben Steuertarif wie der Steuerrechner Selbständige

Häufige Fragen: Einzelfirma vs. GmbH – Vergleichsrechner

Ab welchem Gewinn lohnt sich eine GmbH?

Faustregel: Ab einem Reingewinn von CHF 120'000–150'000 kann sich die GmbH-Struktur lohnen. Der exakte Break-Even hängt von Kanton, Gemeinde und Lohn-/Dividenden-Split ab. In Tiefsteuerkantonen (ZG, NW, AI) kann der Vorteil bereits ab CHF 100'000 entstehen, in Hochsteuerkantonen (BE, NE, JU) erst deutlich später. Unser Vergleichsrechner zeigt dir den konkreten Punkt.

Wie funktioniert die Dividenden-Teilbesteuerung?

Bei qualifizierten Beteiligungen (mindestens 10% am Stammkapital) werden Dividenden beim Bund zu 70% besteuert (DBG Art. 20 Abs. 1bis). Die Kantone haben eine Mindestbesteuerung von 50%, viele wenden 70% an. Der Rechner nutzt konservativ 70%. Ein Geschäftsführer-Aktionär, der sich zum Beispiel eine Dividende von CHF 50'000 auszahlt, versteuert nur CHF 35'000 als Einkommen.

Was ist ein 'angemessener Lohn' bei der GmbH?

Die Ausgleichskasse und das Steueramt akzeptieren keinen beliebig tiefen Lohn mit hoher Dividende. Als Richtwert gilt: Der Lohn soll dem marktüblichen Gehalt für die ausgeübte Tätigkeit entsprechen. Wer zu tief ansetzt, riskiert eine Aufrechnung durch die AHV als 'verdeckte Gewinnausschüttung'. Die Praxis liegt typischerweise bei 30–70% des verfügbaren Profits als Lohn.

Wie hoch ist die Gewinnsteuer in der Schweiz?

Die kombinierte Gewinnsteuer (Bund 8.5% + Kanton + Gemeinde) liegt 2026 zwischen 11.5% (Appenzell Innerrhoden) und rund 20.5% (Bern). Tiefsteuerkantone: Zug (11.9%), Nidwalden (12.0%), Luzern (12.2%). Hochsteuerkantone: Bern, Waadt, Wallis. Die Zahlen beziehen sich auf den Kantonshauptort – Gemeinden im selben Kanton können ±2 Prozentpunkte abweichen.

Welche Gründungskosten fallen bei einer GmbH an?

Typisch CHF 2'000 bis 5'000: Notariatskosten für den Gründungsakt (CHF 600–1'500), Handelsregistergebühren (CHF 600–800), Beratung/Treuhänder (CHF 500–2'000), Stampa-Entgelt und weitere. Dazu kommt das Stammkapital von mindestens CHF 20'000, das auf einem Sperrkonto einbezahlt wird (keine Kosten, aber gebundene Liquidität). Der Rechner ermöglicht die Amortisation dieser Einmalkosten über mehrere Jahre.

Muss ich bei einer GmbH doppelte Buchhaltung führen?

Ja. Im Gegensatz zur Einzelfirma (einfache Buchhaltung erlaubt unter CHF 500'000 Umsatz) ist bei der GmbH ab dem ersten Franken die doppelte Buchhaltung Pflicht. Dazu gehören Bilanz, Erfolgsrechnung, Anhang und bei grösseren GmbHs eine Revisionsstelle. Das verursacht zusätzliche jährliche Kosten (Treuhänder typischerweise CHF 2'000–5'000/Jahr), die bei der Gesamtrechnung berücksichtigt werden sollten.

Welche Rechtsform ist besser für die Altersvorsorge?

Beide haben Vorteile: Einzelfirma mit 'grosser Säule 3a' bis CHF 36'288/Jahr ohne Pensionskasse (20% des Nettoerwerbseinkommens). GmbH-Geschäftsführer als Angestellter erhält nur CHF 7'258 'kleine Säule 3a', dafür kann er via Pensionskasse (BVG) massiv einkaufen – oft CHF 20'000–100'000+ pro Jahr steuerfrei. Wer langfristig viel ansparen will, hat als GmbH-Angestellter die besseren Werkzeuge.

Kann ich als Einzelfirma in eine GmbH umwandeln?

Ja, das ist steuerneutral möglich (Art. 19 Abs. 1 lit. b DBG), sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind: fünfjährige Behaltedauer der Anteile, Übertragung aller wesentlichen Betriebsteile, Bilanzkontinuität. Die Umwandlung erfolgt via Vermögensübertragung oder Sachübernahme. Ein Treuhänder begleitet diesen Prozess typischerweise – die Kosten liegen bei CHF 2'000–5'000 zusätzlich zur regulären GmbH-Gründung.

Wie unterscheidet sich dieser Rechner vom Steuerrechner?

Der Steuerrechner Selbständige berechnet die Steuerlast nur für die Einzelfirma. Dieser Vergleichsrechner stellt EF und GmbH gegenüber und sucht automatisch den Break-Even-Punkt. Beide nutzen dieselben Tarife für Bund, Kanton und Gemeinde – das Ergebnis für die Einzelfirma ist identisch.

Wie genau sind die Zahlen?

Die AHV-Beiträge und die direkte Bundessteuer werden exakt nach BSV/ESTV 2026 berechnet. Die Kantons- und Gemeindesteuern basieren auf interpolierten Hauptort-Tarifen mit typischer Abweichung von 5–10%. Die Gewinnsteuersätze sind Kantons-Richtwerte am Hauptort. Für verbindliche Zahlen und individuelle Optimierungen (Patentbox, Pensionskasseneinkäufe, AHV-Minimallohn) ist ein Treuhänder unerlässlich.

Einzelfirma oder GmbH – ab welchem Gewinn lohnt sich der Wechsel?

Die Wahl zwischen Einzelfirma und GmbH ist keine rein rechtliche, sondern eine steuerliche und finanzielle Entscheidung. Bei tiefen Gewinnen (unter CHF 80'000–100'000) ist die Einzelfirma fast immer günstiger: keine Gründungskosten, keine Gewinnsteuer, einfache Buchhaltung und volle Säule-3a-Abzüge bis CHF 36'288 ohne Pensionskasse. Der gesamte Gewinn fliesst direkt als Einkommen in die Steuererklärung und wird progressiv besteuert.

Ab einem Reingewinn von rund CHF 120'000–150'000 kippt die Rechnung je nach Kanton zugunsten der GmbH. Grund: Der Geschäftsführer bezieht einen angemessenen Lohn (der weiterhin voll besteuert wird), und der verbleibende Gewinn wird mit dem kantonalen Gewinnsteuersatz (11.5% in Appenzell Innerrhoden bis 20.5% in Bern) besteuert. Die ausgeschüttete Dividende unterliegt bei qualifizierter Beteiligung (≥10% am Stammkapital) nur zu 70% der Einkommenssteuer – das spart bei hohen Einkommen spürbar Progression.

Der effektive Break-Even hängt von drei Faktoren ab: Kanton (tiefe Gewinnsteuersätze wie Zug, Nidwalden, Appenzell senken die Grenze), Lohn-/Dividenden-Split (ein zu tiefer Lohn wird von der AHV als 'verdeckter Lohn' aufgerechnet – typischer Richtwert: mindestens 30–50% des Profits als Lohn) und Einmalkosten der Gründung (CHF 2'000–5'000 je nach Kanton und Notariat, amortisiert über die ersten Jahre). Unser Rechner durchsucht automatisch den Bereich von CHF 60'000 bis 400'000 und zeigt dir den konkreten Break-Even für deine Situation.

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