SumUp Buchhaltung Schweiz: Kartenzahlung richtig verbuchen

SumUp Buchhaltung Schweiz: Kartenzahlung richtig verbuchen

Wie verbuchst du SumUp-Umsätze, Gebühren und Auszahlungen korrekt in der Schweizer Buchhaltung? Die vollständige Anleitung mit Buchungssätzen, MWST und Kontenrahmen KMU.

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Du akzeptierst Kartenzahlungen mit SumUp — super. Aber wie verbuchst du die Umsätze, Gebühren und Auszahlungen korrekt in deiner Schweizer Buchhaltung? Genau hier scheitern viele KMU und Einzelunternehmer: Die SumUp-Abrechnung zeigt einen Bruttoumsatz, dann werden Kommissionen abgezogen, und 2–3 Tage später landet ein Nettobetrag auf deinem Bankkonto.

In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du SumUp-Transaktionen im Kontenrahmen KMU korrekt verbuchst — mit konkreten Buchungssätzen, MWST-Behandlung und dem richtigen Umgang mit dem Transitkonto.


Wie funktioniert SumUp finanziell?

Bevor wir buchen, müssen wir verstehen, was bei einer SumUp-Zahlung passiert:

  1. Dein Kunde zahlt CHF 100.00 per Karte an deinem SumUp-Terminal
  2. SumUp zieht die Kommission ab — z.B. 1.69% = CHF 1.69
  3. SumUp überweist dir CHF 98.31 auf dein Bankkonto (typisch 2–3 Werktage später)

Das Problem: Der Zahlungseingang auf deinem Bankkonto (CHF 98.31) stimmt nicht mit dem Umsatz überein (CHF 100.00). Genau deshalb brauchst du ein Transitkonto.

SumUp-Gebühren Schweiz im Überblick

Terminal Kommission Bemerkung
SumUp Air 1.69% Kartenzahlung (Debit & Kredit)
SumUp Solo 1.69% Mit Display und WLAN
SumUp Solo Lite 1.69% Kompakte Version
SumUp Kassensystem 1.69% POS mit Drucker

Alle Terminals haben keine monatlichen Fixkosten — du zahlst nur die prozentuale Kommission pro Transaktion. Das ist einer der Gründe, warum SumUp bei Schweizer Kleinunternehmen so beliebt ist.


Das Transitkonto: Warum du es brauchst

Ein Transitkonto (auch Durchlaufkonto) ist ein Zwischenkonto, das den Zeitraum zwischen Kartenzahlung und Bankgutschrift überbrückt. Im Kontenrahmen KMU verwendest du dafür:

Konto 1090 — Durchlaufkonto / Transitorische Aktiven (oder ein eigenes Unterkonto wie 1091 «SumUp»)

So funktioniert der Ablauf:

Tag 1: Kunde zahlt CHF 100.00 per Karte
→ Buchung: 1090 SumUp an 3000 Warenertrag — CHF 100.00

Tag 3: SumUp überweist CHF 98.31 auf dein Bankkonto
→ Buchung: 1020 Bank an 1090 SumUp — CHF 98.31
→ Buchung: 6840 Bankspesen an 1090 SumUp — CHF 1.69

Nach diesen drei Buchungen ist das Transitkonto wieder auf CHF 0.00 — genau so soll es sein.


Buchungssätze im Detail (Kontenrahmen KMU)

Variante 1: Einzelbuchung pro Transaktion

Für jeden einzelnen SumUp-Verkauf:

Schritt 1 — Verkauf erfassen (Tag der Kartenzahlung)

Soll Haben Betrag Text
1090 Transitkonto SumUp 3000 Warenertrag CHF 100.00 Kartenzahlung Kunde XY

Schritt 2 — Auszahlung verbuchen (Tag der Bankgutschrift)

Soll Haben Betrag Text
1020 Bank 1090 Transitkonto SumUp CHF 98.31 SumUp-Auszahlung
6840 Bankspesen 1090 Transitkonto SumUp CHF 1.69 SumUp-Kommission 1.69%

Variante 2: Sammelbuchung (monatlich)

Für KMU mit vielen täglichen Transaktionen ist eine monatliche Sammelbuchung effizienter:

Monatsende — Alle Verkäufe zusammenfassen

Soll Haben Betrag Text
1090 Transitkonto SumUp 3000 Warenertrag CHF 8'540.00 SumUp-Verkäufe März 2026

Laufend — Auszahlungen buchen (aus Bankauszug)

Soll Haben Betrag Text
1020 Bank 1090 Transitkonto SumUp CHF 8'395.73 SumUp-Auszahlungen März
6840 Bankspesen 1090 Transitkonto SumUp CHF 144.27 SumUp-Kommissionen März

Kontrolle: CHF 8'395.73 + CHF 144.27 = CHF 8'540.00 → Transitkonto ausgeglichen.

Variante 3: Vereinfachte Buchung (ohne Transitkonto)

Wenn SumUp-Auszahlungen zeitnah erfolgen und die Beträge überschaubar sind, kannst du vereinfacht buchen:

Soll Haben Betrag Text
1020 Bank 3000 Warenertrag CHF 98.31 SumUp-Kartenzahlung
6840 Bankspesen 3000 Warenertrag CHF 1.69 SumUp-Kommission

Achtung: Diese Variante ist buchhaltungstechnisch weniger sauber, weil Verkauf und Bankeingang zeitlich nicht übereinstimmen. Dein Treuhänder wird dir in den meisten Fällen Variante 1 oder 2 empfehlen.


MWST richtig behandeln

Ein häufiger Fehler: Viele buchen die MWST auf den Nettobetrag (nach Abzug der SumUp-Gebühr). Das ist falsch.

Die Regel

Die MWST wird immer auf den vollen Verkaufspreis berechnet — also auf den Bruttobetrag, den der Kunde bezahlt. Die SumUp-Kommission ist eine separate Betriebsausgabe und hat nichts mit der MWST-Berechnung zu tun.

Beispiel

Dein Kunde bezahlt CHF 108.10 für ein Produkt (inkl. 8.1% MWST):

Was Betrag
Netto-Verkaufspreis CHF 100.00
MWST 8.1% CHF 8.10
Brutto (was der Kunde zahlt) CHF 108.10
SumUp-Kommission 1.69% CHF 1.83
Auszahlung an dich CHF 106.27

Buchungssatz bei Verkauf:

Soll Haben Betrag
1090 Transitkonto SumUp 3000 Warenertrag CHF 100.00
1090 Transitkonto SumUp 2200 MWST CHF 8.10

Die MWST beträgt CHF 8.10 — berechnet auf den vollen Verkaufspreis von CHF 100.00 netto. Nicht auf CHF 106.27 oder CHF 98.17.

Ist auf die SumUp-Kommission Vorsteuer abziehbar?

Nein. SumUp berechnet auf die Kommission keine Schweizer MWST, da die Zahlungsdienstleistung nach Art. 21 Abs. 2 Ziff. 19 MWSTG von der Steuer ausgenommen ist. Es gibt also keinen Vorsteuerabzug auf SumUp-Gebühren.

Das Konto 6840 (Bankspesen) wird ohne MWST-Code gebucht.


SumUp-Daten in die Buchhaltung importieren

Manueller Export aus SumUp

  1. Logge dich ins SumUp Dashboard ein (app.sumup.com)
  2. Gehe zu Transaktionsverlauf
  3. Wähle den gewünschten Zeitraum
  4. Klicke auf Exportieren → CSV

Die CSV-Datei enthält: Datum, Betrag, Kommission, Nettobetrag, Kartennummer (maskiert), Status.

Automatisch über die SumUp-Schnittstelle

Die elegantere Lösung: Deine Buchhaltungssoftware verbindet sich direkt mit SumUp und importiert alle Transaktionen automatisch — inklusive Gebührentrennung und MWST-Berechnung.

Pfeffersack bietet eine direkte SumUp-Schnittstelle:

  • Ein Klick verbindet dein SumUp-Konto mit Pfeffersack
  • Alle Transaktionen werden automatisch synchronisiert
  • Umsatz, Kommission und MWST werden korrekt getrennt verbucht
  • Kein manueller CSV-Export, kein Abtippen, keine Middleware
  • Zusätzlich: Bankimport (CAMT.053) für die Auszahlungsabstimmung

Im Gegensatz zu Bexio brauchst du keine teure Middleware wie BedayaConnect — die SumUp-Integration ist direkt in Pfeffersack eingebaut.

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Häufige Fehler vermeiden

Fehler 1: Nettobetrag als Umsatz buchen

Falsch: Du buchst CHF 98.31 (SumUp-Auszahlung) als Umsatz. Richtig: Dein Umsatz beträgt CHF 100.00 — die SumUp-Gebühr ist eine separate Ausgabe.

Warum das wichtig ist: Dein MWST-pflichtiger Umsatz muss den vollen Verkaufspreis widerspiegeln. Buchst du nur den Nettobetrag, stimmt deine MWST-Abrechnung nicht.

Fehler 2: Transitkonto nie abstimmen

Das Transitkonto 1090 sollte am Monatsende (idealerweise) nahe Null sein. Ein hoher Saldo bedeutet: Auszahlungen fehlen, Buchungen sind doppelt, oder Kommissionen wurden nicht verbucht.

Tipp: Stimme das Transitkonto monatlich mit dem SumUp-Dashboard ab.

Fehler 3: Kommission als Umsatzminderung buchen

Falsch: Umsatz um die SumUp-Gebühr reduzieren. Richtig: Kommission auf Konto 6840 (Bankspesen/Kartenkommissionen) buchen.

Die SumUp-Gebühr ist ein Betriebsaufwand, keine Umsatzminderung. Sie gehört in die Erfolgsrechnung unter Finanzaufwand oder Bankspesen.

Fehler 4: MWST auf den Auszahlungsbetrag rechnen

Falsch: MWST-Bemessungsgrundlage = CHF 98.31 (Auszahlung). Richtig: MWST-Bemessungsgrundlage = CHF 100.00 (Bruttoumsatz exkl. MWST).


Kontenplan-Übersicht für SumUp-Buchungen

Hier die relevanten Konten im Schweizer Kontenrahmen KMU:

Konto Bezeichnung Verwendung
1020 Bank Eingang der SumUp-Auszahlungen
1090 Transitkonto SumUp Zwischenkonto für Kartenzahlungen
3000 Warenertrag / Dienstleistungsertrag Dein Umsatz (brutto, inkl. MWST-Anteil)
2200 MWST (Umsatzsteuer) Geschuldete MWST auf Verkäufe
6840 Bankspesen SumUp-Kommissionen

Tipp: Erstelle ein Unterkonto 1091 «SumUp-Transitkonto», wenn du zusätzlich noch SIX- oder Worldline-Zahlungen hast. So behältst du den Überblick pro Zahlungsanbieter.


SumUp-Kassenbuch und Tagesabschluss

Wenn du ein SumUp Kassensystem nutzt (nicht nur das Kartenterminal), erstellt SumUp automatisch Tagesabschlüsse. So gehst du damit um:

Tagesabschluss verbuchen

  1. Barverkäufe: 1000 Kasse an 3000 Warenertrag
  2. Kartenverkäufe: 1090 Transitkonto an 3000 Warenertrag
  3. Am Abend: Kassensturz machen, Barbestand mit Buchhaltung abgleichen

Tipp: SumUp-Report nutzen

Im SumUp-Dashboard findest du unter «Berichte» eine Aufstellung nach:

  • Tag / Woche / Monat
  • Zahlungsmethode (Karte / Bar)
  • Mitarbeiter (wenn mehrere SumUp-Profile)

Diese Reports sind deine Grundlage für die Sammelbuchung.


Für wen eignet sich welche Buchungsvariante?

Situation Empfohlene Variante
Wenige SumUp-Transaktionen pro Monat (<20) Einzelbuchung (Variante 1)
Tägliche SumUp-Verkäufe (Gastro, Retail) Sammelbuchung (Variante 2)
Nebenerwerb mit SumUp Vereinfacht (Variante 3)
GmbH mit Revision Einzelbuchung mit Transitkonto (Variante 1)
Einzelfirma, selbst buchend Bankimport + automatische Zuordnung

SumUp mit Pfeffersack verbinden — in 2 Minuten

Pfeffersack ist die einzige günstige Schweizer Buchhaltungssoftware mit direkter SumUp-Schnittstelle. So einfach geht's:

  1. SumUp verbinden: In den Pfeffersack-Einstellungen auf «SumUp verbinden» klicken und einloggen — fertig
  2. Automatische Synchronisation: Alle SumUp-Transaktionen werden laufend importiert
  3. Intelligente Verbuchung: Pfeffersack erstellt automatisch die korrekten Buchungssätze — Umsatz auf 3000, Kommission auf 6840, MWST korrekt berechnet
  4. Bankabstimmung: Die SumUp-Auszahlungen auf deinem Bankkonto werden automatisch mit den Transaktionen abgeglichen
  5. Ab CHF 7/Monat: Keine versteckten Kosten, keine Middleware, keine Vertragsbindung

Das sparst du gegenüber Bexio + BedayaConnect:

Bexio + BedayaConnect Pfeffersack
Monatliche Kosten CHF 42 + CHF 15 = CHF 57 CHF 7
SumUp-Integration Via Middleware Direkt eingebaut
Jahresersparnis CHF 600
Einrichtungszeit ~30 Min (Middleware konfigurieren) ~2 Min (einloggen, fertig)

Kein manuelles Abtippen. Keine Fehler bei der MWST. Kein Kopfzerbrechen über Transitkonten. Keine teure Middleware.

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Tipp: Du nutzt auch ein Geschäftskonto? Pfeffersack importiert auch den Bankexport (CAMT.053) automatisch — so werden alle Zahlungseingänge abgedeckt, nicht nur SumUp.


FAQ: SumUp und Buchhaltung Schweiz

Muss ich für SumUp ein separates Bankkonto haben?

Nein, aber es ist empfehlenswert. Ein separates Geschäftskonto erleichtert die Zuordnung der SumUp-Auszahlungen erheblich. Wenn SumUp auf dein privates Konto überweist, musst du die Buchungen zusätzlich über ein Privatkonto (2000) führen.

Wie verbuche ich Trinkgelder über SumUp?

Trinkgelder, die über SumUp laufen, werden als durchlaufender Posten behandelt. Sie gehören nicht zu deinem Umsatz (ausser du behältst sie als Unternehmer). Buche sie über ein separates Durchlaufkonto oder direkt als Verbindlichkeit gegenüber dem Mitarbeiter.

Kann ich SumUp-Rechnungen in der Buchhaltung verbuchen?

SumUp bietet ein eigenes Rechnungstool. Allerdings unterstützt es keine Schweizer QR-Rechnungen. Wenn du QR-Rechnungen brauchst (und das solltest du), nutze eine Schweizer Lösung wie Pfeffersack, die sowohl QR-Rechnungen als auch Bankimport beherrscht.

Was passiert, wenn ein Kunde per SumUp eine Rückerstattung bekommt?

Die Rückerstattung wird als Storno gebucht:

Soll Haben Betrag
3000 Warenertrag 1090 Transitkonto SumUp CHF 100.00

Beachte: SumUp erstattet dir die Kommission bei Rückerstattungen nicht zurück. Der Betrag von CHF 1.69 bleibt als Aufwand bestehen.

Ab welchem Umsatz muss ich mich für die MWST registrieren?

In der Schweiz bist du ab einem Jahresumsatz von CHF 100'000 MWST-pflichtig. Dieser Umsatz bezieht sich auf den Gesamtumsatz — nicht nur auf SumUp-Zahlungen. Auch Barverkäufe und Rechnungszahlungen zählen dazu.

Wo buche ich das SumUp-Terminal selbst?

Das SumUp-Gerät (z.B. SumUp Air für CHF 39) wird als Betriebsaufwand verbucht (unter CHF 1'000 = Sofortaufwand):

Soll Haben Betrag
6500 Büromaterial / 6570 EDV-Material 1020 Bank CHF 39.00

Zusammenfassung

Die korrekte Verbuchung von SumUp-Transaktionen in der Schweiz ist kein Hexenwerk — wenn du die Grundprinzipien verstehst:

  1. Umsatz immer brutto buchen (voller Verkaufspreis)
  2. Transitkonto für den Zeitversatz zwischen Zahlung und Auszahlung
  3. Kommission separat als Bankspesen (Konto 6840)
  4. MWST auf den Bruttobetrag — nicht auf die Auszahlung
  5. Transitkonto regelmässig abstimmen

Oder du lässt es automatisieren: Mit der direkten SumUp-Schnittstelle von Pfeffersack werden alle Transaktionen automatisch korrekt verbucht — inkl. MWST und Gebührentrennung. Ab CHF 7 pro Monat.


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