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Alle BranchenBuchhaltung für Onlineshop

Onlineshop & E-Commerce

Du verkaufst online, nicht Buchungszeilen: Pfeffersack holt bezahlte Shopify- und WooCommerce-Bestellungen samt MWST in deine Buchhaltung, übernimmt Zahlungen von Stripe, Payrexx, Mollie, SumUp und TWINT und liest deine Bankauszüge per CSV oder camt.053 ein. Gebühren, Retouren und Lager bleiben nachvollziehbar.

Einzelfirma für den Start, GmbH sobald du Lager vorfinanzierst, Partner an Bord holst oder die Haftung begrenzen willst. Handelsregistereintrag ab CHF 100'000 Jahresumsatz (Art. 931 OR), MWST-Pflicht ab CHF 100'000 weltweitem Umsatz aus steuerbaren Leistungen (Art. 10 MWSTG), ordentliche Buchführung mit Bilanz ab CHF 500'000 Umsatz (Art. 957 Abs. 2 OR).

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Das Wichtigste in Kürze

  • MWST-Pflicht ab CHF 100'000 weltweitem Jahresumsatz (Art. 10 MWSTG); Normalsatz 8.1 %, reduzierter Satz 2.6 % (Art. 25 MWSTG).
  • Verkauf über Marktplätze wie Etsy oder Amazon: seit 1. Januar 2025 gilt die Plattform als Leistungserbringerin (Art. 20a MWSTG).
  • Gebühren von Shopify Payments, Stripe oder TWINT brutto buchen: voller Verkaufspreis als Umsatz, die Gebühr als Aufwand.
  • Bezugsteuer auf Auslandsdienstleistungen: MWST-Pflichtige ab dem ersten Franken, Nicht-Registrierte nur für nicht elektronische Leistungen ab CHF 10'000 (Art. 45 MWSTG).
  • Lager: Einzelfirma bucht Wareneinkauf als Warenaufwand und inventarisiert jährlich; die GmbH führt den Warenbestand als Aktivum.

Typische Probleme im Onlineshop-Alltag

Hunderte Bestellungen pro Monat, aber in der Buchhaltung landet jede einzeln oder gar nicht: am Monatsende fehlt der Abgleich zwischen Shop, Zahlungsanbieter und Bank
Bezahlte Shopify- und WooCommerce-Bestellungen werden per Anbindung als Einnahmen mit MWST-Betrag übernommen, pro Bestellnummer nur einmal; Zahlungen von Stripe, Payrexx, Mollie und SumUp kommen direkt vom Anbieter, TWINT per CSV aus dem Händlerportal
Auf dem Bankkonto kommt nur die Netto-Auszahlung an; Umsatz und Gebühren des Zahlungsanbieters verschwinden in einer Sammelbuchung
Umsatz brutto, Gebühr als Aufwand: Shopify Payments und Stripe liefern die Gebühren gleich mit, bei Mollie buchst du die Gebühr aus der Abrechnung nach. Die spätere Auszahlung auf dein Bankkonto erfasst du als Umbuchung, nicht als zweiten Umsatz
Retouren, Teilrückerstattungen und Rabattcodes verfälschen den Umsatz und damit die MWST-Abrechnung
Rückerstattungen werden als Gegenbuchung am Tag der Rückerstattung erfasst, Teilrückerstattungen beim nächsten Sync nachgezogen; die MWST-Abrechnung basiert auf dem tatsächlichen Umsatz
Wareneinkauf, Verpackung, Versand, Ads und Zahlungsgebühren vermischen sich in einem Ausgabenberg; die Marge pro Monat kennt niemand
Handelswaren, Versand, Gebühren und Werbung auf getrennten Konten oder Kategorien führen; Lieferantenrechnungen per Beleg-Scan erfassen, damit der Rohgewinn sichtbar wird
Shopify-Abo, Meta Ads und Tools aus dem Ausland kommen ohne Schweizer MWST, und an die Bezugsteuer denkt niemand
Auslandsrechnungen per Beleg-Scan erfassen und getrennt kontieren, damit die Bemessungsgrundlage für die Bezugsteuer belegt ist und in der MWST-Abrechnung nicht vergessen geht

Konten­plan-Tipps für Onlineshop

Branchen­typische Konten nach Schweizer KMU-Konten­rahmen. Pfeffersack richtet diese bei der Konto­erstellung automatisch ein.

KontoBranchen­typische Verwendung
3000 – Produktionserlöse (im Pfeffersack-Kontenplan das Konto für Warenverkäufe; KMU-Kontenrahmen: 3200 Handelserlöse)Verkäufe aus dem Shop brutto, zum Normalsatz 8.1 % oder reduziert 2.6 % (z. B. Lebensmittel, Bücher). Shopify- und WooCommerce-Bestellungen landen hier.
3600 – Erlösminderungen (KMU-Kontenrahmen: 3800; die Anbindung bucht Rückerstattungen direkt gegen das Erlöskonto)Rabattcodes, Skonti und eingelöste Gutscheine. Rückerstattungen aus der Shop-Anbindung mindern den Erlös direkt.
4200 – Einkauf HandelswarenWareneinkauf beim Lieferanten inklusive Fracht und Zoll; die Einfuhrsteuer ziehst du bei MWST-Pflicht als Vorsteuer ab.
1200 – Warenbestand (GmbH)Lager als Aktivum; die Bestandesänderung wird am Jahresende gegen den Warenaufwand gebucht. Die Einzelfirma mit einfacher Buchhaltung erfasst das Inventar für die Vermögenslage (Art. 957 Abs. 2 OR).
6900 – FinanzaufwandGebühren von Shopify Payments, Stripe, Mollie, SumUp und TWINT; ohne Vorsteuer, weil Zahlungsverkehr von der MWST ausgenommen ist (Art. 21 Abs. 2 Ziff. 19 MWSTG).
6500 – Verwaltungs- und InformatikaufwandShop-Abo (Shopify, Hosting für WooCommerce), Apps, Porto und Verpackungsmaterial. Bei Anbietern ohne Schweizer MWST-Nummer Bezugsteuer prüfen (Art. 45 MWSTG).
6600 – WerbeaufwandGoogle Ads, Meta Ads, Influencer, Newsletter-Tool. Rechnungen ohne Schweizer MWST-Nummer sind ebenfalls bezugsteuerrelevant.

So nutzen Onlineshop-Betriebe Pfeffersack

Konkrete Abläufe – kein Feature-Marketing.

01

Shopify-Bestellungen automatisch übernehmen

Shop per OAuth verbinden, Zeitraum wählen, synchronisieren: bezahlte Bestellungen erscheinen als Einnahmen mit MWST-Betrag, Rückerstattungen als Gegenbuchung, Gebühren von Shopify Payments als Aufwand. Nur Lesezugriff, keine Doppelbuchungen.

02

Zahlungsanbieter abgleichen

Stripe liefert Zahlungen, Rückerstattungen, Gebühren und Auszahlungen getrennt; Payrexx, Mollie und SumUp ihre Zahlungen; TWINT kommt als CSV aus dem Händlerportal. So siehst du pro Anbieter, was du verkauft und was du an Gebühren bezahlt hast.

03

Retouren und Gutschriften sauber buchen

Eine Rückerstattung mindert den Umsatz am Tag der Rückzahlung, nicht rückwirkend am Bestelldatum. So stimmt die MWST-Periode, und der Jahresabschluss zeigt den tatsächlichen Nettoumsatz.

04

Lager und Wareneinkauf im Griff

Lieferantenrechnungen per Beleg-Scan erfassen und als Handelswaren kontieren. Als Einzelfirma inventarisierst du am Jahresende für die Vermögenslage; die GmbH bucht die Bestandesänderung auf das Warenkonto.

05

Verkauf ins Ausland

Lieferungen ins Ausland sind von der Schweizer MWST befreit, wenn du die Ausfuhr belegen kannst (Art. 23 Abs. 2 Ziff. 1 MWSTG). Fremdwährungsbestellungen aus Shopify und WooCommerce werden beim Import in deine Buchungswährung umgerechnet; Originalbetrag und Währung bleiben erhalten.

Funktionen, die für dein Gewerk zählen

Shopify- und WooCommerce-Anbindung

Bezahlte Bestellungen samt MWST-Betrag und Rückerstattungen als Buchungen, pro Bestell-ID nur einmal. Gebühren von Shopify Payments werden als Aufwand mitgebucht.

Zahlungsanbieter angebunden

Stripe, Payrexx, Mollie und SumUp per Anbindung, TWINT per CSV aus dem Händlerportal: Zahlungen als Einnahmen, Storni und Rückerstattungen als Gegenbuchung.

Bank-Import CSV und camt.053

Kontoauszug hochladen, Buchungen werden vorkategorisiert. Im GmbH-Bereich werden Zahlungseingänge zu offenen QR-Rechnungen automatisch abgeglichen.

MWST-Abrechnung mit ESTV-Export

Umsatz und Vorsteuer aus den laufenden Buchungen, als XML nach eCH-0217 fürs ESTV-Portal exportierbar. Saldosteuersatz-Abrechnung im GmbH-Bereich.

Beleg-Scan für Lieferanten und Tools

Lieferantenrechnung, Verpackungsmaterial oder Shopify-Rechnung fotografieren oder hochladen; Betrag, Datum und Lieferant werden ausgelesen und als Buchung vorgeschlagen.

Rohgewinn statt nur Umsatz

Handelserlöse, Wareneinkauf, Versand, Gebühren und Werbung getrennt geführt: Du siehst, was pro Monat nach Warenaufwand und Zahlungskosten übrig bleibt.

Ressourcen für Onlineshop-Betriebe

Passende Rechtsform-Lösung

Buchhaltung für Kleinunternehmen

Häufige Fragen für Onlineshop-Betriebe

Ab wann ist mein Onlineshop MWST-pflichtig?

Ab CHF 100'000 Umsatz pro Jahr aus steuerbaren Leistungen, weltweit gezählt (Art. 10 MWSTG). Warenverkäufe unterliegen dem Normalsatz von 8.1 %, Lebensmittel, Bücher und einige weitere Güter dem reduzierten Satz von 2.6 % (Art. 25 MWSTG). Unter der Grenze kannst du dich freiwillig anmelden, was sich lohnt, wenn du viel Vorsteuer auf Wareneinkauf und Werbung hast. Pfeffersack zeigt dir den Umsatzverlauf, damit dich die Grenze nicht überrascht.

Wie verbuche ich die Gebühren von Shopify Payments, Stripe oder TWINT?

Brutto: Der volle Verkaufspreis ist Umsatz, die Gebühr des Zahlungsanbieters ist Aufwand (z. B. 6900 Finanzaufwand). Nur die Netto-Auszahlung zu buchen, untertreibt Umsatz und MWST. Die Shopify- und die Stripe-Anbindung buchen die Gebühr automatisch als eigene Ausgabe, bei Mollie buchst du sie aus der Abrechnung nach; beim TWINT-CSV-Import wird dir die Gebührensumme angezeigt und du buchst sie als Aufwand. Die Auszahlung auf dein Bankkonto ist dann eine Umbuchung und kein weiterer Umsatz; beim Bank-Import wählst du sie ab oder erfasst sie als Umbuchung.

Was ist die Plattformbesteuerung und betrifft sie meinen Shop?

Seit 1. Januar 2025 gilt bei Warenverkäufen über elektronische Plattformen die Plattform als Leistungserbringerin (Art. 20a MWSTG): Der Marktplatz, etwa Etsy oder Amazon, schuldet die MWST auf den Verkauf an die Kundschaft. Dein eigener Shopify- oder WooCommerce-Shop ist kein Marktplatz; dort bleibst du selbst steuerpflichtig. Verkaufst du über beide Kanäle, führst du die Umsätze getrennt, damit die MWST-Abrechnung stimmt.

Muss ich auf Shopify-Abo, Meta Ads und andere Auslandsrechnungen Bezugsteuer zahlen?

Wenn du MWST-pflichtig bist und der Anbieter keine Schweizer MWST-Nummer ausweist: ja, ab dem ersten Franken (Art. 45 MWSTG). Du deklarierst die Bezugsteuer in Ziffer 382 der Abrechnung und ziehst sie mit der effektiven Methode als Vorsteuer wieder ab. Bist du nicht MWST-pflichtig, lösen elektronische Dienstleistungen wie Shopify-Abo, Apps oder Hosting keine Bezugsteuer aus; dafür muss sich der Anbieter selbst in der Schweiz registrieren. Nur andere Dienstleistungen aus dem Ausland, etwa Beratung oder Programmierung, werden ab CHF 10'000 pro Kalenderjahr bezugsteuerpflichtig, dann als echte Kostenlast. Steht eine Nummer im Format CHE-xxx.xxx.xxx MWST auf der Rechnung, ist keine Bezugsteuer geschuldet.

Wie behandle ich Retouren, Rückerstattungen und Gutscheine?

Eine Rückerstattung mindert deinen Umsatz und die geschuldete MWST in der Periode, in der du sie auszahlst, nicht rückwirkend am Bestelldatum. Die Shopify- und die WooCommerce-Anbindung buchen Rückerstattungen und Teilrückerstattungen automatisch am Tag der Rückerstattung als Gegenbuchung. Verkaufte Gutscheine sind bis zur Einlösung eine Verbindlichkeit, Umsatz entsteht erst beim Einlösen; Rabattcodes mindern den Erlös direkt.

Wie führe ich das Lager in der Buchhaltung?

Als Einzelfirma mit Umsatz unter CHF 500'000 reicht die einfache Buchhaltung (Art. 957 Abs. 2 OR): Du buchst den Wareneinkauf als Warenaufwand und erfasst am Jahresende den Lagerbestand per Inventar für die Vermögenslage. Die GmbH führt den Warenbestand als Aktivum (Konto 1200) und bucht die Bestandesänderung am Jahresende gegen den Warenaufwand, damit die Erfolgsrechnung nur die verkaufte Ware belastet. Lieferantenrechnungen erfasst du in beiden Fällen per Beleg-Scan.

Wie verbuche ich Bestellungen in EUR oder USD?

In deiner Buchungswährung; für die MWST-Abrechnung sind die von der ESTV publizierten Monatsmittel- oder Tageskurse massgebend. Bestellungen in Fremdwährung aus Shopify und WooCommerce werden beim Import in deine Buchungswährung umgerechnet, Originalbetrag und Währung bleiben in der Buchung sichtbar. Weicht die Bankgutschrift vom gebuchten Betrag ab, buchst du die Differenz als Kursgewinn oder Kursverlust.

Einzelfirma oder GmbH für den Onlineshop?

Viele starten als Einzelfirma. Ab CHF 100'000 Jahresumsatz ist der Handelsregistereintrag Pflicht (Art. 931 OR), ab CHF 500'000 die ordentliche Buchführung mit Bilanz (Art. 957 OR). Die GmbH lohnt sich, wenn du grössere Lagerwerte vorfinanzierst, Partner an Bord holst oder die Haftung begrenzen willst. Der Einzelfirma-vs-GmbH-Rechner zeigt dir die Schwelle für deine Zahlen.

Was kostet Pfeffersack für einen Onlineshop?

CHF 5/Monat im Jahresabo (CHF 60/Jahr) oder CHF 7/Monat im Monatsabo, ohne Umsatz- oder Bestelllimit. Shop- und Zahlungsanbindungen, Bank-Import, Beleg-Scan und die MWST-Abrechnung mit ESTV-Export sind enthalten. Du kannst 7 Tage kostenlos und ohne Kreditkarte testen.

Verkaufe online, Pfeffersack bucht mit

7 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte. Shopify, Stripe, TWINT und Bank-Import sind inklusive.