Eine Bilanz zeigt zu einem Stichtag, was ein Unternehmen besitzt (Aktiven) und wie dieses Vermögen finanziert ist (Passiven, also Fremdkapital und Eigenkapital); beide Seiten sind immer gleich hoch. Zum Lesen gehst du in drei Schritten vor: Zuerst prüfst du die Aktivseite von oben nach unten, geordnet nach Liquidität (Kasse, Bank, Debitoren, Vorräte, Anlagen), dann die Passivseite nach Fälligkeit (kurzfristige Schulden, langfristige Schulden, Eigenkapital), und zum Schluss setzt du die Blöcke mit Kennzahlen wie Eigenkapitalquote und Liquiditätsgrad ins Verhältnis. Vorgeschrieben ist die Bilanz für juristische Personen sowie für Einzelfirmen und Personengesellschaften ab CHF 500'000 Umsatz (Art. 957 OR); Aufbau und Mindestgliederung regeln Art. 959 und 959a OR. Dieser Artikel führt dich Position für Position durch eine Beispielbilanz.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist eine Bilanz?
- Aufbau: Aktiven und Passiven
- Die Aktivseite im Detail
- Die Passivseite im Detail
- Das Bilanzgleichgewicht
- Wichtige Bilanzkennzahlen
- Beispiel-Bilanz
Was ist eine Bilanz?
Die Bilanz (italienisch "bilancia" = Waage) ist eine Momentaufnahme der finanziellen Lage deines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt (meist 31.12.). Art. 959 Abs. 1 OR formuliert es so: Die Bilanz stellt die Vermögens- und Finanzierungslage am Bilanzstichtag dar und gliedert sich in Aktiven und Passiven.
Sie beantwortet zwei zentrale Fragen:
| Frage | Antwort in der Bilanz |
|---|---|
| Was besitzt das Unternehmen? | Aktiven (linke Seite) |
| Woher stammt das Kapital? | Passiven (rechte Seite) |
Bilanz vs. Erfolgsrechnung
| Merkmal | Bilanz | Erfolgsrechnung |
|---|---|---|
| Zeitbezug | Stichtag (z.B. 31.12.) | Zeitraum (z.B. 01.01.-31.12.) |
| Zeigt | Vermögen und Schulden | Einnahmen und Ausgaben |
| Ergebnis | Eigenkapital | Gewinn/Verlust |
Den Unterschied im Detail erklärt der Artikel Bilanz und Erfolgsrechnung: der Unterschied; wie du die Erfolgsrechnung erstellst, zeigt ein eigener Guide.
Aufbau: Aktiven und Passiven
Die Bilanz besteht aus zwei Seiten, die immer gleich hoch sein müssen:
┌─────────────────────────────────────────────────────────────────┐
│ BILANZ │
│ per 31.12.2025 │
├────────────────────────────┬────────────────────────────────────┤
│ │ │
│ AKTIVEN │ PASSIVEN │
│ (Mittelverwendung) │ (Mittelherkunft) │
│ │ │
│ "Was haben wir?" │ "Woher kommt das Geld?" │
│ │ │
│ ┌──────────────────┐ │ ┌──────────────────┐ │
│ │ Umlaufvermögen │ │ │ Fremdkapital │ │
│ │ • Kasse │ │ │ • Kreditoren │ │
│ │ • Bank │ │ │ • Darlehen │ │
│ │ • Debitoren │ │ │ • Hypothek │ │
│ │ • Vorräte │ │ └──────────────────┘ │
│ └──────────────────┘ │ │
│ │ ┌──────────────────┐ │
│ ┌──────────────────┐ │ │ Eigenkapital │ │
│ │ Anlagevermögen │ │ │ • Kapital │ │
│ │ • Maschinen │ │ │ • Reserven │ │
│ │ • Fahrzeuge │ │ │ • Gewinn │ │
│ │ • Immobilien │ │ └──────────────────┘ │
│ └──────────────────┘ │ │
│ │ │
│ ════════════════════ │ ════════════════════ │
│ Total: CHF 150'000 │ Total: CHF 150'000 │
│ │ │
└────────────────────────────┴────────────────────────────────────┘
Mindestgliederung nach Art. 959a OR
Welche Positionen eine Bilanz mindestens ausweisen muss, schreibt Art. 959a OR vor: einzeln, in dieser Reihenfolge, die Aktiven nach Liquiditätsgrad und die Passiven nach Fälligkeit. Wer die Bilanz einer GmbH oder AG liest, findet deshalb immer dieselbe Struktur:
| Seite | Block | Mindestpositionen nach Art. 959a OR |
|---|---|---|
| Aktiven | Umlaufvermögen | Flüssige Mittel und kurzfristig gehaltene Aktiven mit Börsenkurs; Forderungen aus Lieferungen und Leistungen; übrige kurzfristige Forderungen; Vorräte und nicht fakturierte Dienstleistungen; aktive Rechnungsabgrenzungen |
| Aktiven | Anlagevermögen | Finanzanlagen; Beteiligungen; Sachanlagen; immaterielle Werte; nicht einbezahltes Grund-, Gesellschafter- oder Stiftungskapital |
| Passiven | Kurzfristiges Fremdkapital | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen; kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten; übrige kurzfristige Verbindlichkeiten; passive Rechnungsabgrenzungen |
| Passiven | Langfristiges Fremdkapital | Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten; übrige langfristige Verbindlichkeiten; Rückstellungen |
| Passiven | Eigenkapital | Grund-, Gesellschafter- oder Stiftungskapital; gesetzliche Kapitalreserve; gesetzliche Gewinnreserve; freiwillige Gewinnreserven; eigene Kapitalanteile (Minusposten); Gewinn- oder Verlustvortrag; Jahresgewinn oder Jahresverlust |
Im KMU-Kontenrahmen tragen die Aktivkonten die Nummern 1000 bis 1999 und die Passivkonten 2000 bis 2999; die Reihenfolge der Konten folgt genau dieser Gliederung. Kleine Einzelfirmen unter CHF 500'000 Umsatz müssen keine Bilanz in dieser Form erstellen, sondern nur über Einnahmen, Ausgaben und Vermögenslage Buch führen (Art. 957 Abs. 2 OR); die Logik der Gliederung hilft aber auch ihnen, ihre Vermögenslage sauber aufzustellen.
Die Aktivseite im Detail
Die Aktiven zeigen, was dein Unternehmen besitzt - das Vermögen.
Gliederung nach Liquidität
Die Aktiven werden nach dem Liquiditätsprinzip geordnet: Je schneller ein Posten zu Geld gemacht werden kann, desto weiter oben steht er.
Umlaufvermögen
Umlaufvermögen sind Vermögenswerte, die innerhalb eines Jahres (oder innerhalb des normalen Geschäftszyklus) zu flüssigen Mitteln werden, so definiert es Art. 959 Abs. 3 OR:
┌─────────────────────────────────────────────────────────────────┐
│ UMLAUFVERMÖGEN │
├─────────────────────────────────────────────────────────────────┤
│ │
│ 1. FLÜSSIGE MITTEL (am liquidesten) │
│ • Kasse (Bargeld) │
│ • Bank (Kontostand) │
│ • PostFinance │
│ │
│ 2. FORDERUNGEN │
│ • Debitoren (offene Kundenrechnungen) │
│ • Vorsteuer MWST (Guthaben beim Staat) │
│ │
│ 3. VORRÄTE │
│ • Warenvorrat │
│ • Rohmaterial │
│ • Angefangene Arbeiten │
│ │
│ 4. AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNG │
│ • Vorausbezahlte Aufwände │
│ • Noch nicht erhaltene Erträge │
│ │
└─────────────────────────────────────────────────────────────────┘
Anlagevermögen
Anlagevermögen sind alle übrigen Aktiven, also Vermögenswerte, die langfristig (länger als ein Jahr) im Unternehmen bleiben:
| Kategorie | Beispiele |
|---|---|
| Sachanlagen | Maschinen, Fahrzeuge, Mobiliar, Immobilien |
| Immaterielle Anlagen | Patente, Lizenzen, Software |
| Finanzanlagen | Beteiligungen, langfristige Darlehen |
Die Passivseite im Detail
Die Passiven zeigen, woher das Kapital stammt - die Finanzierung.
Gliederung nach Fälligkeit
Die Passiven werden nach dem Fälligkeitsprinzip geordnet: Je schneller etwas zurückgezahlt werden muss, desto weiter oben steht es.
Fremdkapital
Fremdkapital ist Kapital, das von Dritten stammt und zurückgezahlt werden muss:
┌─────────────────────────────────────────────────────────────────┐
│ FREMDKAPITAL │
├─────────────────────────────────────────────────────────────────┤
│ │
│ 1. KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL (< 1 Jahr) │
│ • Kreditoren (offene Lieferantenrechnungen) │
│ • Bankschuld (Kontokorrent) │
│ • Geschuldete MWST │
│ • Geschuldete Sozialversicherungen │
│ • Kurzfristige Darlehen │
│ │
│ 2. LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL (> 1 Jahr) │
│ • Langfristige Darlehen │
│ • Hypotheken │
│ • Obligationenanleihen │
│ │
│ 3. PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNG │
│ • Vorausbezahlte Erträge │
│ • Noch nicht bezahlte Aufwände │
│ │
│ 4. RÜCKSTELLUNGEN │
│ • Für Garantien, Prozesse, Steuern │
│ │
└─────────────────────────────────────────────────────────────────┘
Eigenkapital
Eigenkapital ist Kapital, das den Eigentümern gehört und nicht zurückgezahlt werden muss:
| Eigenkapital-Position | Beschreibung |
|---|---|
| Grund-/Stammkapital | Einbezahltes Kapital (AG: Aktienkapital, GmbH: Stammkapital) |
| Kapitalreserven | Agio bei Kapitalerhöhung |
| Gewinnreserven | Einbehaltene Gewinne |
| Gewinnvortrag | Gewinn aus Vorjahren |
| Jahresgewinn/-verlust | Ergebnis des aktuellen Jahres |
Faustregel: Bei einer gesunden Finanzierung macht das Eigenkapital 30-60% der Passiven aus.
Für Kapitalgesellschaften gibt es dazu eine gesetzliche Alarmgrenze: Decken die Aktiven abzüglich der Verbindlichkeiten weniger als die Hälfte (50 %) der Summe aus Aktienkapital, nicht zurückzahlbarer gesetzlicher Kapitalreserve und gesetzlicher Gewinnreserve, liegt nach Art. 725a OR ein Kapitalverlust vor. Der Verwaltungsrat muss dann Massnahmen zur Beseitigung des Kapitalverlusts ergreifen und, soweit nötig, weitere Sanierungsmassnahmen einleiten.
Das Bilanzgleichgewicht
Die goldene Regel
Aktiven = Passiven - immer und ausnahmslos!
Warum? Jedes Vermögen (Aktiven) muss irgendwie finanziert sein (Passiven).
Beispiel: Maschinenkauf
Du kaufst eine Maschine für CHF 50'000:
| Finanzierung | Veränderung Aktiven | Veränderung Passiven |
|---|---|---|
| Bar bezahlt | +CHF 50'000 Maschine, -CHF 50'000 Bank | Keine Änderung |
| Auf Kredit | +CHF 50'000 Maschine | +CHF 50'000 Kreditoren |
| Darlehen | +CHF 50'000 Maschine | +CHF 50'000 Darlehen |
In jedem Fall: Aktiven = Passiven ✅
Wichtige Bilanzkennzahlen
1. Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote zeigt, wie viel Prozent der Bilanzsumme aus eigenen Mitteln finanziert ist.
Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Bilanzsumme × 100
Beispiel: CHF 60'000 / CHF 150'000 × 100 = 40%
| Eigenkapitalquote | Bewertung |
|---|---|
| Unter 20% | Kritisch |
| 20-30% | Ausreichend |
| 30-50% | Gut |
| Über 50% | Sehr gut |
2. Liquiditätsgrad 2 (Quick Ratio)
Der Liquiditätsgrad 2 zeigt, ob die kurzfristigen Schulden aus flüssigen Mitteln und Forderungen bezahlt werden können; mehr zur Liquidität und zu ihrer Planung im Guide zur Liquiditätsplanung.
Liquiditätsgrad 2 = (Flüssige Mittel + Forderungen) / Kurzfr. Fremdkapital × 100
Beispiel: CHF 45'000 / CHF 40'000 × 100 = 112.5%
| Liquiditätsgrad 2 | Bewertung |
|---|---|
| Unter 100% | Liquiditätsprobleme möglich |
| 100-150% | Gut |
| Über 150% | Sehr gut |
3. Verschuldungsgrad
Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital.
Verschuldungsgrad = Fremdkapital / Eigenkapital × 100
Beispiel: CHF 90'000 / CHF 60'000 × 100 = 150%
| Verschuldungsgrad | Bewertung |
|---|---|
| Unter 100% | Mehr Eigen- als Fremdkapital |
| 100-200% | Typisch für KMU |
| Über 200% | Hohe Verschuldung |
Beispiel-Bilanz
Hier eine vollständige Beispiel-Bilanz einer kleinen Einzelfirma:
┌─────────────────────────────────────────────────────────────────┐
│ MUSTER EINZELFIRMA │
│ Bilanz per 31.12.2025 │
├────────────────────────────┬────────────────────────────────────┤
│ AKTIVEN │ PASSIVEN │
├────────────────────────────┼────────────────────────────────────┤
│ │ │
│ UMLAUFVERMÖGEN │ KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL │
│ │ │
│ Kasse 500 │ Kreditoren 4'500 │
│ Bank 25'000 │ Geschuldete MWST 1'800 │
│ Debitoren 8'500 │ Passive RA 2'000 │
│ Vorräte 3'000 │ ──────── │
│ Aktive RA 1'500 │ Total kurzfr. FK 8'300 │
│ ──────── │ │
│ Total UV 38'500 │ LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL │
│ │ │
│ ANLAGEVERMÖGEN │ Darlehen 15'000 │
│ │ ──────── │
│ Mobiliar 4'000 │ Total langfr. FK 15'000 │
│ IT-Infrastruktur 3'500 │ │
│ Fahrzeug 12'000 │ TOTAL FREMDKAPITAL 23'300 │
│ ──────── │ │
│ Total AV 19'500 │ EIGENKAPITAL │
│ │ │
│ │ Eigenkapital 20'000 │
│ │ Gewinnvortrag 5'200 │
│ │ Jahresgewinn 9'500 │
│ │ ──────── │
│ │ Total EK 34'700 │
│ │ │
├────────────────────────────┼────────────────────────────────────┤
│ TOTAL AKTIVEN 58'000 │ TOTAL PASSIVEN 58'000 │
└────────────────────────────┴────────────────────────────────────┘
KENNZAHLEN:
• Eigenkapitalquote: 34'700 / 58'000 = 59.8% ✅
• Liquiditätsgrad 2: (25'500 + 8'500) / 8'300 = 409.6% ✅
• Verschuldungsgrad: 23'300 / 34'700 = 67.1% ✅
Checkliste: Bilanz prüfen
┌─────────────────────────────────────────────────────────────────┐
│ CHECKLISTE BILANZ PRÜFEN │
├─────────────────────────────────────────────────────────────────┤
│ │
│ FORMALE PRÜFUNG │
│ □ Aktiven = Passiven (Bilanzgleichgewicht) │
│ □ Stichtag korrekt (meist 31.12.) │
│ □ Vorjahresvergleich vorhanden │
│ │
│ AKTIVEN PRÜFEN │
│ □ Banksaldo stimmt mit Kontoauszug │
│ □ Debitoren sind einbringlich │
│ □ Vorräte realistisch bewertet │
│ □ Anlagevermögen korrekt abgeschrieben │
│ │
│ PASSIVEN PRÜFEN │
│ □ Alle Schulden erfasst │
│ □ Rückstellungen gebildet │
│ □ Eigenkapital korrekt berechnet │
│ │
│ KENNZAHLEN │
│ □ Eigenkapitalquote berechnet (Ziel: >30%) │
│ □ Liquiditätsgrad 2 berechnet (Ziel: >100%) │
│ □ Verschuldungsgrad berechnet (Ziel: <200%) │
│ │
└─────────────────────────────────────────────────────────────────┘
Häufige Fragen
Wer muss in der Schweiz eine Bilanz erstellen?
Juristische Personen (GmbH, AG, Genossenschaft, Vereine mit Handelsregisterpflicht) immer, Einzelfirmen und Personengesellschaften ab CHF 500'000 Umsatzerlös im letzten Geschäftsjahr, so Art. 957 OR. Darunter genügt eine Buchführung über Einnahmen, Ausgaben und Vermögenslage; wie du sie als Einzelfirma aufsetzt, zeigt ein eigener Guide.
Warum sind Aktiven und Passiven immer gleich hoch?
Weil beide Seiten dasselbe Kapital aus zwei Blickwinkeln zeigen: Die Aktiven sagen, wo das Geld steckt (Kasse, Debitoren, Maschinen), die Passiven, woher es kommt (Lieferanten, Bank, Eigentümer). Jeder Franken Vermögen ist entweder fremd- oder eigenfinanziert; darum ist die Bilanzsumme auf beiden Seiten identisch, und der Jahresgewinn erscheint als Teil des Eigenkapitals.
Was ist der Unterschied zwischen Bilanz und Erfolgsrechnung?
Die Bilanz ist eine Momentaufnahme per Stichtag und zeigt Bestände (Vermögen, Schulden, Eigenkapital); die Erfolgsrechnung deckt einen Zeitraum ab und zeigt Ströme (Ertrag, Aufwand, Gewinn). Beide gehören nach Art. 958 Abs. 2 OR zusammen mit dem Anhang zur Jahresrechnung, und der Gewinn der Erfolgsrechnung landet als Jahresgewinn in der Bilanz.
Welche Eigenkapitalquote ist gesund?
Als Faustregel gelten für KMU 30% und mehr als solide, unter 20% wird es kritisch, weil kaum Puffer für Verluste bleibt. Gesetzlich relevant wird es bei Kapitalgesellschaften beim Kapitalverlust nach Art. 725a OR, wenn die Hälfte von Aktienkapital und gesetzlichen Reserven nicht mehr gedeckt ist.
Wann muss die Bilanz fertig sein?
Innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres: Art. 958 Abs. 3 OR verlangt, dass der Geschäftsbericht mit Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang in dieser Frist erstellt und dem zuständigen Organ zur Genehmigung vorgelegt wird. Für eine Einzelfirma gibt der Termin der Steuererklärung den Takt vor.
Fazit
Die Bilanz ist einfacher zu lesen, als viele denken:
Die wichtigsten Punkte:
- ✅ Aktiven = Was das Unternehmen besitzt
- ✅ Passiven = Woher das Kapital stammt
- ✅ Aktiven = Passiven (immer!)
- ✅ Eigenkapitalquote > 30% ist gesund
- ✅ Liquiditätsgrad 2 > 100% verhindert Engpässe
In der GmbH-Buchhaltung von Pfeffersack entsteht die Bilanz laufend aus deinen Buchungen nach KMU-Kontenrahmen; Einzelfirmen im Standard-Bereich arbeiten mit Kategorien und einer Einnahmen-Ausgaben-Übersicht.

